Im Vorfeld der Weihnachtsfeier 2025 hat die russische Zentralbank, die seit langem eine harte Haltung gegenüber Kryptowährungen einnimmt, überraschend eine offizielle Erklärung an den globalen Markt abgegeben. Darin kündigte sie an, einen völlig neuen Rahmen für die Regulierung von Kryptowährungen zu entwickeln, der ab 2026 unter strenger Aufsicht den privaten Kleinanlegern und professionellen Institutionen den Zugang zur Welt der digitalen Vermögenswerte öffnen soll.
Diese Maßnahme markiert eine entscheidende Wende in der Politik des Kreml – weg von den bisherigen fragmentierten Beschränkungen und Grauzonen hin zu einem strukturierten, lizenzierten und regulierten Markt. Doch handelt es sich dabei nicht um eine vollständige Annahme des Dezentralisierungsgedankens, sondern vielmehr um ein sorgfältig kalkuliertes geopolitisches Schachspiel. Vor dem Hintergrund, dass das globale Finanzsystem durch Sanktionen neu gestaltet wird, stellt sich die Frage: Ist Russlands Schritt ein Versuch, dem Trend der Finanztechnologie zu folgen, oder vielmehr eine Strategie, um eine wirtschaftliche Lebensader zu schaffen, die westliche Finanzhegemonie umgeht? Diese Frage verdient eine eingehende Betrachtung.
Zweigleisiges Investitionshürdenmodell