Wenn die traditionellen Finanzgiganten nicht mehr nur am Ufer zusehen, sondern sich entscheiden, selbst aktiv am Spieltisch teilzunehmen, deutet dies oft auf eine Paradigmenverschiebung in einer aufstrebenden Branche hin. Kürzlich sendete eine der „Big Four“ Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, PricewaterhouseCoopers (PwC), ein äußerst klares Signal: Im Bereich der Kryptowährungen, der einst von Unsicherheiten geprägt war, wandelt sie sich vom vorsichtigen Beobachter zum aktiven Akteur und Gestalter. Dieser strategische Kurswechsel ist nicht nur eine Entscheidung von PwC, sondern spiegelt eine grundlegende Veränderung in der Haltung der gesamten Mainstream-Wirtschaft gegenüber digitalen Vermögenswerten wider.
Schlüssel-Katalysator
In den vergangenen Jahren, bedingt durch unklare regulatorische Rahmenbedingungen und harte Durchsetzungsmaßnahmen von Institutionen wie der US-Börsenaufsicht SEC, hielten PwC und die anderen „Big Three“ stets Abstand zum Kryptowährungsbereich. Die Bereitstellung von Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen für Krypto-Unternehmen bedeutet, Risiken in einem noch nicht vollständig regulierten Graubereich zu bewerten – eine enorme Herausforderung für professionelle Dienstleister, die Compliance und Risikokontrolle als Lebenselixier ansehen.
Mit der erneuten Amtsübernahme der Trump-Regierung und ihrer freundlicheren Haltung gegenüber Kryptowährungen sowie der Umsetzung wichtiger Gesetzesregelungen wird dieses einst neblige Terrain zunehmend klarer. Besonders das wiederholt erwähnte „GENIUS-Gesetz“ (GENIUS Act) gilt als zentraler Treiber für den strategischen Kurswechsel von PwC.
Paul Griggs, Senior Partner und CEO von PwC in den USA, betonte in einem Interview mit der Financial Times: „Wir erwarten, dass das GENIUS-Gesetz und die Regulierung rund um Stablecoins dem Markt mehr Vertrauen geben und alle ermutigen werden, sich aktiver an diesen Produkten und Vermögenswerten zu beteiligen.“ Das Gesetz schafft einen klaren rechtlichen Rahmen für die Ausgabe und Regulierung von Stablecoins, senkt die Compliance-Hürden für Institutionen erheblich und markiert einen entscheidenden Schritt vom Randbereich hin zu einem Mainstream-Finanzinstrument. Diese institutionelle Verlässlichkeit gibt Unternehmen wie PwC den Mut, sich aktiv zu engagieren.
PwC verfolgt diese Strategie nicht nur oberflächlich, sondern plant, in den Kernbereichen Audit und Consulting „hyper engagiert“ zu investieren. Griggs betonte, dass das Unternehmen keinesfalls in einen noch nicht ausreichend vorbereiteten Bereich eintreten werde. In den letzten 10 bis 12 Monaten, mit wachsendem Angebot an Chancen im Bereich der digitalen Vermögenswerte, hat PwC seine Ressourcen und Fachkompetenzen sowohl intern als auch extern deutlich ausgebaut.
Konkrete Geschäftsausweitungen umfassen unter anderem:
Förderer effizienterer Zahlungsabwicklung: PwC hat begonnen, aktiv bei Kunden, darunter traditionelle Banken und Fintech-Unternehmen, zu fördern, wie stabile Coins und andere Krypto-Technologien genutzt werden können, um Zahlungssysteme effizienter zu gestalten, z.B. durch programmierbare Abrechnung und schnellere grenzüberschreitende Überweisungen. Damit sieht PwC Kryptowährungen nicht nur als spekulative Vermögenswerte, sondern legt Wert auf deren praktische Anwendung als technologische Lösung. Ausbau von Prüfungs- und Steuerberatungsdiensten: Das Unternehmen hat bereits Prüfungsaufträge für Krypto-native Firmen übernommen, beispielsweise beauftragte im März letzten Jahres die bekannte Bitcoin-Mining-Firma Mara Holdings PwC. Zudem wird die steuerliche Beratung im Zusammenhang mit digitalen Vermögenswerten zu einem seiner Schwerpunktangebote. Embracing den „Tokenisierung“-Trend: Griggs sieht voraus, dass „der Trend der Tokenisierung aller Dinge weiter voranschreiten wird, und PwC Teil dieses Ökosystems sein muss.“ Das bedeutet, dass PwC über Bitcoin und Ethereum hinausblickt und sich auf die breitere Asset-Tokenisierung erstreckt, inklusive Immobilien, Kunstwerke, Private Equity und andere reale Vermögenswerte (RWA), die auf der Blockchain abgebildet werden.
Branchenresonanz
Der strategische Kurswechsel von PwC ist kein Einzelfall, sondern spiegelt eine kollektive Erwachung der Top-Wirtschaftsprüfungsgesellschaften wider. Die anderen drei Big Four – Deloitte, Ernst & Young (EY) und KPMG – haben ebenfalls bereits im Krypto-Bereich Fuß gefasst und gemeinsam ein Signal gesetzt: Die traditionelle professionelle Dienstleistungsbranche begrüßt die digitale Vermögenswerte.
Deloitte hat eine Blockchain-Allianz gegründet, die Branchenführer wie Ava Labs und Chainalysis mit strategischer Beratung unterstützt. EY vertieft sich in Krypto-Strategien und Steuerfragen und erforscht aktiv die Anwendung von Blockchain-Technologie in Unternehmen. KPMG bietet ebenfalls eine Reihe von Dienstleistungen an, darunter Krypto-Prüfungen, Cybersicherheit und Risikomanagement.
Das gemeinsame Engagement der „Big Four“ bedeutet weit mehr als nur die Erweiterung ihrer Geschäftsbereiche. Es sendet ein starkes Signal an den Markt: Kryptowährungen und ihre zugrunde liegenden Technologien sind nicht mehr nur Rand- oder Nischeninvestitionen, sondern werden zu einem integralen Bestandteil des globalen Finanz- und Wirtschaftssystems. Wenn die führenden, rigorosen Prüfungs- und Beratungsunternehmen beginnen, systematisch Dienstleistungen anzubieten, stärkt dies die Legitimität und den langfristigen Wert digitaler Vermögenswerte erheblich.
Tiefgreifende Transformation
Mit der zunehmenden Verbreitung von Stablecoins und anderen Krypto-Assets taucht eine tiefere technische Fragestellung auf: Wie sollen diese in der Finanzberichterstattung erfasst und dargestellt werden?
Die Financial Accounting Standards Board (FASB) in den USA hat diese Herausforderung bereits erkannt. Die Behörde kündigte an, im Jahr 2026 zwei zentrale Themen im Zusammenhang mit Kryptowährungen zu untersuchen: Erstens, ob bestimmte Stablecoins als „Barmitteläquivalente“ eingestuft werden können; zweitens, wie die Übertragung von Krypto-Assets buchhalterisch zu behandeln ist.
Diese scheinbar technische Diskussion um Rechnungslegungsregeln ist ein Kampf um die „Anerkennung“ von Krypto-Assets durch Regulierung, Politik und Kapitalmärkte. Wird es gelingen, Stablecoins als Barmitteläquivalente zu klassifizieren, würde dies ihre Position und Liquidität in den Bilanzen der Unternehmen erheblich verbessern. Professionelle Organisationen wie CFA weisen jedoch darauf hin, dass ohne ausreichende Risikoberichterstattung Investoren Schwierigkeiten haben könnten, diese Assets vollständig zu akzeptieren. Das Ergebnis dieser Diskussion wird direkte Auswirkungen auf die Transparenz, Vergleichbarkeit und Risikobewertung in Unternehmensabschlüssen haben – eine entscheidende Hürde für die Integration von Krypto-Assets in das Mainstream-Finanzsystem.
Insgesamt, von PwC’s „positivem Engagement“ über die umfassende Präsenz der „Big Four“ bis hin zu den regulatorischen Grundsatzänderungen, erleben wir einen historischen Moment: Die Barrieren zwischen traditioneller Finanzwelt und der Krypto-Welt beginnen rasch zu schwinden. Es ist nicht mehr eine Frage des „ob“, sondern des „wie“ der tiefgreifenden Integration. PwC’s Schritte markieren den Beginn einer neuen Finanzära, in der digitale Vermögenswerte aktiv mitgestaltet werden. Für Unternehmen und Einzelpersonen, die mittendrin sind, ist dies sowohl eine Herausforderung als auch eine unvermeidliche, historische Chance.
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Die vier großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften „setzen voll auf“ Kryptowährungen! Können sie die Tokenisierungswelle verpassen?
Wenn die traditionellen Finanzgiganten nicht mehr nur am Ufer zusehen, sondern sich entscheiden, selbst aktiv am Spieltisch teilzunehmen, deutet dies oft auf eine Paradigmenverschiebung in einer aufstrebenden Branche hin. Kürzlich sendete eine der „Big Four“ Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, PricewaterhouseCoopers (PwC), ein äußerst klares Signal: Im Bereich der Kryptowährungen, der einst von Unsicherheiten geprägt war, wandelt sie sich vom vorsichtigen Beobachter zum aktiven Akteur und Gestalter. Dieser strategische Kurswechsel ist nicht nur eine Entscheidung von PwC, sondern spiegelt eine grundlegende Veränderung in der Haltung der gesamten Mainstream-Wirtschaft gegenüber digitalen Vermögenswerten wider.
Schlüssel-Katalysator
In den vergangenen Jahren, bedingt durch unklare regulatorische Rahmenbedingungen und harte Durchsetzungsmaßnahmen von Institutionen wie der US-Börsenaufsicht SEC, hielten PwC und die anderen „Big Three“ stets Abstand zum Kryptowährungsbereich. Die Bereitstellung von Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen für Krypto-Unternehmen bedeutet, Risiken in einem noch nicht vollständig regulierten Graubereich zu bewerten – eine enorme Herausforderung für professionelle Dienstleister, die Compliance und Risikokontrolle als Lebenselixier ansehen.
Mit der erneuten Amtsübernahme der Trump-Regierung und ihrer freundlicheren Haltung gegenüber Kryptowährungen sowie der Umsetzung wichtiger Gesetzesregelungen wird dieses einst neblige Terrain zunehmend klarer. Besonders das wiederholt erwähnte „GENIUS-Gesetz“ (GENIUS Act) gilt als zentraler Treiber für den strategischen Kurswechsel von PwC.
Paul Griggs, Senior Partner und CEO von PwC in den USA, betonte in einem Interview mit der Financial Times: „Wir erwarten, dass das GENIUS-Gesetz und die Regulierung rund um Stablecoins dem Markt mehr Vertrauen geben und alle ermutigen werden, sich aktiver an diesen Produkten und Vermögenswerten zu beteiligen.“ Das Gesetz schafft einen klaren rechtlichen Rahmen für die Ausgabe und Regulierung von Stablecoins, senkt die Compliance-Hürden für Institutionen erheblich und markiert einen entscheidenden Schritt vom Randbereich hin zu einem Mainstream-Finanzinstrument. Diese institutionelle Verlässlichkeit gibt Unternehmen wie PwC den Mut, sich aktiv zu engagieren.
PwC verfolgt diese Strategie nicht nur oberflächlich, sondern plant, in den Kernbereichen Audit und Consulting „hyper engagiert“ zu investieren. Griggs betonte, dass das Unternehmen keinesfalls in einen noch nicht ausreichend vorbereiteten Bereich eintreten werde. In den letzten 10 bis 12 Monaten, mit wachsendem Angebot an Chancen im Bereich der digitalen Vermögenswerte, hat PwC seine Ressourcen und Fachkompetenzen sowohl intern als auch extern deutlich ausgebaut.
Konkrete Geschäftsausweitungen umfassen unter anderem: Förderer effizienterer Zahlungsabwicklung: PwC hat begonnen, aktiv bei Kunden, darunter traditionelle Banken und Fintech-Unternehmen, zu fördern, wie stabile Coins und andere Krypto-Technologien genutzt werden können, um Zahlungssysteme effizienter zu gestalten, z.B. durch programmierbare Abrechnung und schnellere grenzüberschreitende Überweisungen. Damit sieht PwC Kryptowährungen nicht nur als spekulative Vermögenswerte, sondern legt Wert auf deren praktische Anwendung als technologische Lösung. Ausbau von Prüfungs- und Steuerberatungsdiensten: Das Unternehmen hat bereits Prüfungsaufträge für Krypto-native Firmen übernommen, beispielsweise beauftragte im März letzten Jahres die bekannte Bitcoin-Mining-Firma Mara Holdings PwC. Zudem wird die steuerliche Beratung im Zusammenhang mit digitalen Vermögenswerten zu einem seiner Schwerpunktangebote. Embracing den „Tokenisierung“-Trend: Griggs sieht voraus, dass „der Trend der Tokenisierung aller Dinge weiter voranschreiten wird, und PwC Teil dieses Ökosystems sein muss.“ Das bedeutet, dass PwC über Bitcoin und Ethereum hinausblickt und sich auf die breitere Asset-Tokenisierung erstreckt, inklusive Immobilien, Kunstwerke, Private Equity und andere reale Vermögenswerte (RWA), die auf der Blockchain abgebildet werden.
Branchenresonanz
Der strategische Kurswechsel von PwC ist kein Einzelfall, sondern spiegelt eine kollektive Erwachung der Top-Wirtschaftsprüfungsgesellschaften wider. Die anderen drei Big Four – Deloitte, Ernst & Young (EY) und KPMG – haben ebenfalls bereits im Krypto-Bereich Fuß gefasst und gemeinsam ein Signal gesetzt: Die traditionelle professionelle Dienstleistungsbranche begrüßt die digitale Vermögenswerte.
Deloitte hat eine Blockchain-Allianz gegründet, die Branchenführer wie Ava Labs und Chainalysis mit strategischer Beratung unterstützt. EY vertieft sich in Krypto-Strategien und Steuerfragen und erforscht aktiv die Anwendung von Blockchain-Technologie in Unternehmen. KPMG bietet ebenfalls eine Reihe von Dienstleistungen an, darunter Krypto-Prüfungen, Cybersicherheit und Risikomanagement.
Das gemeinsame Engagement der „Big Four“ bedeutet weit mehr als nur die Erweiterung ihrer Geschäftsbereiche. Es sendet ein starkes Signal an den Markt: Kryptowährungen und ihre zugrunde liegenden Technologien sind nicht mehr nur Rand- oder Nischeninvestitionen, sondern werden zu einem integralen Bestandteil des globalen Finanz- und Wirtschaftssystems. Wenn die führenden, rigorosen Prüfungs- und Beratungsunternehmen beginnen, systematisch Dienstleistungen anzubieten, stärkt dies die Legitimität und den langfristigen Wert digitaler Vermögenswerte erheblich.
Tiefgreifende Transformation
Mit der zunehmenden Verbreitung von Stablecoins und anderen Krypto-Assets taucht eine tiefere technische Fragestellung auf: Wie sollen diese in der Finanzberichterstattung erfasst und dargestellt werden?
Die Financial Accounting Standards Board (FASB) in den USA hat diese Herausforderung bereits erkannt. Die Behörde kündigte an, im Jahr 2026 zwei zentrale Themen im Zusammenhang mit Kryptowährungen zu untersuchen: Erstens, ob bestimmte Stablecoins als „Barmitteläquivalente“ eingestuft werden können; zweitens, wie die Übertragung von Krypto-Assets buchhalterisch zu behandeln ist.
Diese scheinbar technische Diskussion um Rechnungslegungsregeln ist ein Kampf um die „Anerkennung“ von Krypto-Assets durch Regulierung, Politik und Kapitalmärkte. Wird es gelingen, Stablecoins als Barmitteläquivalente zu klassifizieren, würde dies ihre Position und Liquidität in den Bilanzen der Unternehmen erheblich verbessern. Professionelle Organisationen wie CFA weisen jedoch darauf hin, dass ohne ausreichende Risikoberichterstattung Investoren Schwierigkeiten haben könnten, diese Assets vollständig zu akzeptieren. Das Ergebnis dieser Diskussion wird direkte Auswirkungen auf die Transparenz, Vergleichbarkeit und Risikobewertung in Unternehmensabschlüssen haben – eine entscheidende Hürde für die Integration von Krypto-Assets in das Mainstream-Finanzsystem.
Insgesamt, von PwC’s „positivem Engagement“ über die umfassende Präsenz der „Big Four“ bis hin zu den regulatorischen Grundsatzänderungen, erleben wir einen historischen Moment: Die Barrieren zwischen traditioneller Finanzwelt und der Krypto-Welt beginnen rasch zu schwinden. Es ist nicht mehr eine Frage des „ob“, sondern des „wie“ der tiefgreifenden Integration. PwC’s Schritte markieren den Beginn einer neuen Finanzära, in der digitale Vermögenswerte aktiv mitgestaltet werden. Für Unternehmen und Einzelpersonen, die mittendrin sind, ist dies sowohl eine Herausforderung als auch eine unvermeidliche, historische Chance.