
Während der Markt zunehmend auf die Möglichkeit setzt, dass die US-Wirtschaft 2026 in eine Rezession geraten könnte, steht Bitcoin (BTC) vor einer neuen Herausforderung — wird es die Erholung nach der Krise 2020 wiederholen?
Jüngste statistische Modelle, zusammengefasst von Axel Adler Jr. (CryptoQuant), zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den nächsten 12 Monaten fast 50 % erreicht (Moody’s ~48,6 %, Goldman ~30 %). Auch die Prognosen der Märkte (Kalshi) liegen bei 36 % — dem höchsten Stand seit September 2025.
Einer der Faktoren, der das Risiko erhöht, ist die geopolitische Spannung im Zusammenhang mit dem US-Iran-Konflikt, die den Ölpreis unter Druck setzt. Mosaic Asset Company weist darauf hin, dass ein Anstieg des Ölpreises um 50 % gegenüber dem langfristigen Trend oft ein Vorzeichen oder ein Zeichen während einer Rezession ist.
Ein starker Anstieg des Ölpreises führt zu einem Anstieg der Gesamtinflation; Mosaic schätzt, dass +10 USD pro Barrel die Inflation um etwa 0,20 % oder mehr erhöhen können. Daher könnte der Ölpreisschock die Zentralbank zwingen, die Straffungspolitik länger aufrechtzuerhalten, was den Wachstumskurs belastet und das Rezessionsrisiko erhöht.
Bitcoin hat wenig Erfahrung mit historischen Rezessionen, hat aber nach dem Absturz 2020 eine starke Erholung gezeigt. In diesem Jahr tendiert BTC zu einer höheren Korrelation mit US-Aktien; das könnte bedeuten, dass ein starker Rückgang der Risikoanlagen auch den BTC nach unten ziehen würde, aber anschließend eine „Relief-Rally“ (kurzfristige Erholung) auftreten könnte, wenn Kapital in Risikoanlagen fließt, sobald sich die Bedingungen stabilisieren.
Wenn eine Rezession eintritt und BTC stark fällt, gibt es zwei mögliche Szenarien: (1) BTC erreicht ein Tief und erholt sich wie 2020 — was eine Chance für den nächsten Bullenmarkt bietet; (2) BTC wird durch Liquiditätsschwäche und Massenverkäufe weiter gedrückt. Sentiment-Indikatoren und überverkaufte Niveaus könnten frühe Hinweise auf eine kurzfristige Erholung liefern.