Kommt die Regierung? Südkorea fordert zur Bekämpfung von Community-Handel mit Aktien und Kryptowährungen die Offenlegung von Vermögenswerten durch Finanz-Influencer!

Korea plantiert Gesetzesänderungen, um Finanz-Influencer zur Offenlegung von Beständen und Vergütungen zu verpflichten. Verstöße werden wie Marktmanipulationen schwer bestraft, und KI-Überwachung wird zur Stärkung der Regulierung virtueller Vermögenswerte eingeführt.

Stärkung der Transparenz virtueller Vermögenswerte: Korea reformiert Gesetze für Finanz-Influencer

Laut dem „Korea Herald“ arbeitet die koreanische Regierung an strengen neuen Vorschriften, um der wachsenden Problematik der Finanz-Influencer (Finfluencer) entgegenzuwirken. Der Abgeordnete Kim Seung-won (김승원) der Demokratischen Partei führt derzeit Entwürfe für Änderungen im Kapitalmarktgesetz und im Gesetz zum Schutz der Nutzer virtueller Vermögenswerte aus. Ziel dieser Gesetzesänderung ist es, Personen, die auf sozialen Plattformen, in Messaging-Apps oder Rundfunkkanälen regelmäßig Anlageberatung geben oder durch Vergütungen das Kauf- und Verkaufsverhalten der Öffentlichkeit beeinflussen, dazu zu verpflichten, ihre gehaltenen Vermögenswerte, deren Arten, Mengen sowie erhaltene Vergütungen offen zu legen.

Kim Seung-won betont, dass diese hochgradig einflussreichen Finanz-Influencer oft ohne professionelle Qualifikation Investmentratschläge an die Öffentlichkeit geben. Die mangelnde Regulierung und Interessenkonflikte führen dazu, dass Anleger unvorhersehbare finanzielle Verluste erleiden.

Daten der Korea Financial Supervisory Service (FSS) zeigen, dass die Zahl der quasi-investmentberatenden Einrichtungen (QIAB) im Land von 132 im Jahr 2018 auf 1.724 im Jahr 2024 stark angestiegen ist. Dies deutet auf eine rasche Expansion grauer Beratungsaktivitäten hin, die dringend klare gesetzliche Regelungen erfordern, um die Marktordnung zu wahren.

Bildquelle: „Korea Herald“, Abgeordneter Kim Seung-won (김승원)

Pflichten zur Offenlegung von Beständen und Vergütungen: Schutz vor „Pump-and-Dump“-Fallen in sozialen Medien

Der geplante Gesetzesentwurf verpflichtet Influencer auf YouTube, Telegram und anderen sozialen Medien, ehrlich ihre finanziellen Beweggründe bei der Bewerbung bestimmter Kryptowährungen oder Aktien offenzulegen. Wenn ein Influencer eine digitale Vermögenswert empfiehlt, an dem er bereits beteiligt ist, oder wenn er durch die Promotion Zahlungen in Form von Bargeld, Token oder anderen Vergütungen vom Anbieter erhalten hat, muss dies klar im Inhalt gekennzeichnet werden.

Ziel ist es, gegen die gängige Praxis des „Pump-and-Dump“ vorzugehen. Einflussreiche KOLs könnten zunächst Token zu niedrigen Preisen kaufen, dann ihre Community mobilisieren, um den Kurs in die Höhe zu treiben, und schließlich bei hohen Kursen verkaufen, was zu erheblichen Verlusten für Nachzügler führt.

Die Offenlegungspflichten gelten für Publikationen, Online-Kommunikation, Rundfunk und alle Arten von Streaming-Plattformen. Konkrete Standards und Details werden durch eine spätere Präsidialverordnung festgelegt. Das Gesetz gibt den Aufsichtsbehörden die Befugnis, rechtliche Schritte einzuleiten. Wenn Finanz-Influencer ihrer Offenlegungspflicht nicht nachkommen oder absichtlich falsche Informationen verbreiten, um unrechtmäßige Gewinne zu erzielen, gilt dies als Marktmanipulation. Die koreanische Regierung legt großen Wert auf das Risiko unzureichender Investmentberatung, insbesondere in einem Markt, in dem digitale Vermögenswerte stark gehandelt werden. Die Sicherstellung der Wahrheit und Transparenz der Informationen ist eine zentrale Aufgabe zum Schutz der Investoren.

Gleichstellung mit Marktmanipulation: Strenge Strafen und KI-Überwachungssysteme

Um ihre Entschlossenheit im Kampf gegen Finanzkriminalität zu demonstrieren, sieht das neue Gesetz vor, dass Influencer, die ihrer Offenlegungspflicht nicht nachkommen, mit erheblichen rechtlichen Konsequenzen rechnen müssen. Die Sanktionen entsprechen den Strafen für Marktmanipulation oder Insiderhandel im Kapitalmarktgesetz, wobei Verstöße mit hohen Geldstrafen oder strafrechtlicher Verantwortung geahndet werden. Die koreanischen Regulierungsbehörden haben 2026 ihre technischen Mittel aufgerüstet. Die Financial Supervisory Service (FSS) hat KI-basierte Marktüberwachungstools implementiert, die Echtzeit-Überwachung ungewöhnlicher Handelsmuster ermöglichen. Diese Systeme können effektiv die Verbindung zwischen Äußerungen in sozialen Medien und Marktbewegungen verfolgen und so potenzielle Verstöße identifizieren.

Weiterführende Literatur
Grundgesetz für digitale Vermögenswerte! Südkorea führt KI-Überwachungssysteme ein, um Manipulationen im Krypto-Markt zu verhindern

Zudem hat die koreanische Regierung in diesem Jahr neue Meldepflichten für ausländische Immobilieninvestoren eingeführt, bei denen in bestimmten Fällen die Transaktionshistorie ihrer Kryptowährungen offengelegt werden muss. Diese Maßnahmen zeigen, dass Korea eine umfassende Regulierungsinfrastruktur aufbauen will, um Steuerhinterziehung und Geldwäsche durch digitale Vermögenswerte zu verhindern. Die Gesetzesvorhaben könnten Korea zu einem der ersten Länder machen, das direkte rechtliche Maßnahmen gegen social media-getriebene Finanzwerbung ergreift. Das Gesetz beschränkt Finanz-Influencer und verändert das gesamte Investitionsumfeld, indem es die Interessensstrukturen transparent macht, sodass Privatanleger vor Entscheidungen klar erkennen können, ob es sich um professionelle Analysen oder bezahlte Werbung handelt.

Globale Regulierungsentwicklung: Europa und Amerika verschärfen Grenzen für Social-Media-Investitionen

Koreas regulatorische Maßnahmen sind Teil eines weltweiten Trends, die Kontrolle über Finanz-Influencer zu verschärfen. In Großbritannien hat die Financial Conduct Authority (FCA) bereits strenge Vorschriften umgesetzt, die unlizenzierte Finanzwerbung verbieten. Im Jahr 2023 veröffentlichte die FCA spezielle Richtlinien für die Bewerbung von Kryptowerten. Die US-amerikanische Securities and Exchange Commission (SEC) und die Financial Industry Regulatory Authority (FINRA) haben mehrfach Bußgelder gegen Promotoren verhängt, die Vergütungen nicht offengelegt haben, darunter bekannte Fälle wie Kim Kardashian und Shaquille O’Neal, die wegen unvollständiger Angaben zu ihren Werbedeals hohe Summen zahlen mussten.

In Europa hat die italienische Marktaufsichtsbehörde die Richtlinien der European Securities and Markets Authority (ESMA) übernommen, die betonen, dass die EU-Gesetze für Investitionen und Werbung auch für Finanz-Influencer im Bereich Kryptowährungen und Hochrisikoprodukte gelten. Mit zunehmender Harmonisierung internationaler Standards wird es für bisher legale, aber rechtlich fragwürdige Promotionen in sozialen Medien zunehmend schwieriger. Die Reform in Korea verbindet den Schutz digitaler Nutzer mit der Stabilität des Kapitalmarkts und markiert eine Gleichstellung von Kryptowährungen mit traditionellen Finanzprodukten. Für Influencer und KOLs wird die zukünftige Social-Media-Strategie vor allem darin bestehen, die Einhaltung der Gesetze sicherzustellen und ihre Glaubwürdigkeit bei der Öffentlichkeit zu bewahren.

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