Metaplanet, das japanische Bitcoin-Reserven-Unternehmen, hat eine ausführliche Stellungnahme von CEO Simon Gerovich zu anonymen Vorwürfen in der X-Community veröffentlicht. Gerovich widerspricht den Behauptungen des anonymen Accounts, dass Metaplanet Bitcoin-Transaktionsdetails und Finanzberichte verschleiere und Verluste verschweige. Er betont, dass das Unternehmen stets den Grundsatz der Transparenz verfolgt und die bilanziellen Verluste keine tatsächlichen Verluste darstellen.
Metaplanet hebt hervor, dass der Verkauf von Put-Optionen dazu dient, kostengünstige Bitcoins zu erwerben
CEO Simon Gerovich veröffentlichte eine ausführliche Erklärung, um die anonymen Vorwürfe auf X zu widerlegen. Kritiker behaupten, dass Metaplanet bei Höchstständen des Bitcoin-Preises heimlich gekauft und Verluste durch Derivate-Geschäfte verschleiert habe. Gerovich erklärt, dass Metaplanet im September letzten Jahres insgesamt viermal Bitcoin gekauft hat, jeweils am 1., 8., 22. und 30. September, wobei unterschiedliche Mengen erworben wurden. Er betont, dass diese Transaktionen stets durch öffentliche Bekanntmachungen und Echtzeit-Dashboards aktualisiert wurden und auf Plattformen wie Bitcointreasuries.net überprüfbar sind. Gerovich erläutert, dass der Verkauf von Put-Optionen nicht auf kurzfristigen Spekulationen basiert, sondern dazu dient, Bitcoin zu niedrigeren Marktpreisen zu erwerben und Marktschwankungen in den Aktionärsgewinn umzuwandeln – eine übliche Praxis im Finanzmanagement eines Unternehmens.
Geschäftsführer: Buchhalterische Verluste sind keine Barverluste
Bezüglich der Diskrepanz zwischen Nettoverlust und operativem Gewinn in den Finanzberichten von Metaplanet argumentiert Gerovich, dass die Leistung eines Bitcoin-Reserven-Unternehmens nicht ausschließlich anhand des Nettogewinns bewertet werden sollte. Für das Geschäftsjahr 2025 zeigt sich ein Umsatz von 8,9 Milliarden Yen (etwa 58 Millionen USD) mit einer jährlichen Wachstumsrate von 738 %, hauptsächlich durch Einnahmen aus Optionen und Bitcoin-bezogenen Geschäften. Aufgrund der Rechnungslegungsvorschriften müssen jedoch Wertminderungen bei fallenden Bitcoin-Preisen berücksichtigt werden, was zu einem bilanziellen Nettoverlust von etwa 680 Millionen USD führt. Gerovich weist darauf hin, dass diese „nicht zahlungswirksamen Verluste“ eine buchhalterische Behandlung darstellen und nicht den tatsächlichen Geschäftserfolg widerspiegeln. Trotz der Schwankungen bei den Marktpreisen zeigen die operativen Gewinne und Cashflows das Wachstumspotenzial des Kerngeschäfts, weshalb man Marktpreisbewegungen nicht mit der tatsächlichen operativen Leistung gleichsetzen sollte.
Metaplanet betont die Stabilität der Bilanz
In Reaktion auf die Kritik von Investoren bezüglich unzureichender Offenlegung der Bitcoin-Hypothekendarlehen erklärt Gerovich die Hintergründe der Finanzierung. Im Oktober 2025 richtete Metaplanet eine Kreditlinie ein, deren Details im November und Dezember offengelegt wurden. Diese umfassen die Darlehenshöhe, die Sicherheitenstruktur und den ungefähren Zinssatzbereich, alle Informationen sind auf der offiziellen Website öffentlich zugänglich. Kritiker, die die Identität der Kreditgeber oder die genauen Zinssätze fordern, werden darüber aufgeklärt, dass diese Angaben aufgrund von Geschäftsgeheimnissen im Rahmen der Vertraulichkeitsvereinbarungen mit den Kreditgebern nicht veröffentlicht werden können. Gerovich betont, dass die Konditionen für das Unternehmen langfristig vorteilhaft sind und die Bilanz trotz Bitcoin-Preisschwankungen stabil bleibt. Er sieht die aktuelle Schuldenstruktur als Mittel zur Optimierung der Kapitalnutzung, nicht als Risiko oder Informationsungleichgewicht.
Die Lage von Metaplanet spiegelt die globalen Herausforderungen wider, Bitcoin in die Unternehmensbilanz aufzunehmen. Die Überprüfung solcher hochgradig gehebelten Strategien wird zunehmend strenger. Ähnliche große institutionelle Investoren wie Strategy stehen ebenfalls unter Druck, da sie im vierten Quartal 2025 einen Kursrückgang von 22 % verzeichneten. Gerovich betont, dass Metaplanet Bitcoin als langfristiges Reservevermögen und nicht als kurzfristiges Gewinnmittel ansieht. Medien haben versucht, weitere Details von Metaplanet zu erhalten, bisher jedoch keine Rückmeldung erhalten.
Diese Artikelmeldung, in der Metaplanet-CEO die Verschleierung von Bitcoin-Verlusten, die Offenlegung von Finanzberichten und Strategien bestreitet, erschien zuerst bei Chain News ABMedia.
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