Michaël van de Poppes neuester Tweet hat eine vertraute Debatte auf den Kryptomärkten neu entfacht: Ist die Ära jetzt günstiger für Ethereum als für Bitcoin? Der niederländische Analyst warnte, dass „die BTC-Dominanz scheinbar zusammenbricht. Sie bildet ein niedrigeres Hoch, und daher ist eine Fortsetzung dieses Trends wahrscheinlich. Ich bleibe bei der These, dass es bereits eher ein ETH-Bullenmarkt ist als ein Bitcoin-Bullenmarkt, daher würde ich erwarten, dass Ethereum weiterhin nach oben läuft.“
Der Zeitpunkt der Botschaft fällt in eine volatile Marktphase, in der Bitcoin deutlich unter den Höchstständen des letzten Jahres handelt. Der Bitcoin-Preis liegt bei etwa den hohen 60.000 US-Dollar, weit entfernt von den Spitzen, die viele nach der Rallye Ende 2025 erwartet hatten. Dieses schwächere Kursverhalten fällt mit einem allmählichen Rückgang von Bitcoins Anteil am gesamten Kryptomarkt zusammen, einer Kennzahl, die Händler als BTC-Dominanz bezeichnen, was Spekulationen anheizt, dass Kapital in alternative Chains und Tokens umverteilt wird, insbesondere Ethereum.
Ethereum hält meanwhile eine psychologische Marke um die 2000 US-Dollar und zeigt kürzlich Anzeichen von Widerstandsfähigkeit gegenüber Bitcoin. Da ETH nahe der 2000-Dollar-Marke gehandelt wird, interpretieren mehrere Händler die relative Stärke des Paares als ein mögliches Frühsignal für eine Altcoin-Saison, die von großen Smart-Contract-Plattformen angeführt wird, anstatt einer weiteren Bitcoin-getriebenen Rally. Diese Ansicht passt gut zu van de Poppes langjähriger Haltung, dass Ethereum die nächste Phase der Outperformance anführen könnte.
Wird 2026 zu einem ETH-gesteuerten Markt?
Technisch basiert die Argumentation auf dem Dominanz-Chart. Ein niedrigeres Hoch bei der BTC-Dominanz deutet historisch darauf hin, dass Kapital in Nicht-BTC-Tokens fließt. Händler, die wöchentliche und monatliche Zeitrahmen beobachten, achten genau darauf, ob die aktuelle Konsolidierung einen entscheidenden Durchbruch vollzieht, was eine beschleunigte Rallye unter Führung von Ethereum wahrscheinlicher machen würde. Umgekehrt, wenn Bitcoin sich durchsetzt und die Dominanz wieder steigt, würde diese These an Schwung verlieren. Das Bild in dieser Woche bleibt eine Phase der Konsolidierung, nicht eines vollständigen Trendwechsels.
Makroökonomische Faktoren und die Marktstimmung beeinflussen die Debatte ebenfalls. Analysten verweisen auf breitere Risikoappetit-Änderungen, Schwankungen bei Tech-Aktien, Fondsperformance und makroökonomische Daten, die die Preise großer Kryptowährungen unter Druck setzen und institutionelle Flüsse unruhig machen. Kürzliche Berichte über Spannungen in einigen Krypto-Fonds und einen Rückgang von den Höchstständen im Oktober zeigen, wie fragil Führungsszenarien sein können, wenn makroökonomische Rückenwind nachlässt. Händler sagen, dass diese Gegenbewegungen die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Dominanzbewegungen volatil, aber bedeutungsvoll bleiben, wenn sie anhalten.
Für den Alltagshändler ist van de Poppes Botschaft sowohl ein taktisches Signal als auch eine Erinnerung: Beobachtet die Dominanz, beobachtet ETH/BTC und lasst die Charts die Überzeugung bestätigen. Wenn die Bitcoin-Dominanz weiter nachgibt, während Ethereum Unterstützung hält und relative Gewinne erzielt, könnte sich das Marktgewicht tatsächlich zugunsten von Ethereum verschieben – für die kommenden Monate. Wenn nicht, bleibt Bitcoin für viele Investoren der Anker. So oder so, die kommenden Wochen werden entscheidend sein, um zu bestimmen, ob dies nur eine vorübergehende Rotation ist oder der Beginn eines strukturellen Wandels in der Führung.
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