PANews 18. Februar – Laut Cointelegraph äußerte Ethan Heilman, Mitautor des Bitcoin-Verbesserungsvorschlags BIP-360, dass eine vollständige Quantenresistenz des Bitcoin-Netzwerks voraussichtlich sieben Jahre dauern wird, wenn die Migration ab morgen gestartet wird. Diese Prognose basiert auf einer optimistischen Annahme, dass alle Parteien sich auf den Fahrplan einigen. Heilman schätzt, dass die Überprüfung und das Testen des Vorschlags selbst etwa zweieinhalb Jahre in Anspruch nehmen, gefolgt von einem halben Jahr für die Aktivierung. Danach müssten Wallets, Verwahrer, Lightning-Netzwerkknoten und Software für das Fondsmanagement mehrere Jahre lang aktualisiert werden. „Unter optimistischen Bedingungen werden nach fünf Jahren 90 % der Teilnehmer die Aktualisierung abgeschlossen haben. Je stärker die Bedrohung wahrgenommen wird, desto schneller schreitet der Prozess voran“, betonte er. Er fügte hinzu, dass bei einem Durchbruch in der Quantencomputing-Technologie der Zeitplan deutlich vorgezogen werden könnte, insgesamt bleibt es jedoch eine anspruchsvolle Aufgabe.
BIP-360 wurde letzte Woche auf GitHub zur Diskussion zusammengeführt. Es schlägt einen neuen Ausgabetyp namens „Pay-to-Merkle-Root“ vor, der die Upgradability und Funktionalität von Taproot beibehält, gleichzeitig jedoch den öffentlichen Schlüssel verbirgt und somit die quantenanfälligen Pfade eliminiert. Der Vorschlag ist eine rückwärtskompatible Soft Fork; Knoten, die nicht aktualisieren, werden den neuen Ausgabetyp ignorieren. Heilman wies jedoch darauf hin, dass BIP-360 nur gegen langfristige Angriffe (wie auf Satoshi-Adressen) schützt, nicht jedoch gegen kurzfristige Angriffe während der Transmit-Broadcast-Phase. Letztere erfordern die Integration eines post-quantum Signaturalgorithmus in Tapscript durch eine Soft Fork. Post-quantum Signaturen sind im Vergleich zu aktuellen Signaturen um das 10- bis 100-fache größer, was die On-Chain-Verarbeitung erheblich verlangsamen könnte. Mögliche Lösungen umfassen die Einführung von Witness-Discounts, die Vergrößerung von Blöcken oder die Kompression von Signaturen mittels Zero-Knowledge-Proofs.
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