Trotz des jüngsten heftigen Rückgangs bei Bitcoin bleibt die Wall Street-Investmentbank JPMorgan Chase relativ optimistisch für die Zukunft und glaubt, dass der Kryptowährungsmarkt in diesem Jahr eine starke Erholung erleben könnte, unterstützt durch die Rückkehr institutioneller Gelder und eine klare Regulierungssituation.
Das Analyse-Team unter der Leitung von Nikolaos Panigirtzoglou veröffentlichte am Montag einen Bericht, in dem es heißt:
Wir sind optimistisch für den Kryptowährungsmarkt im Jahr 2026 und erwarten, dass die Kapitalzuflüsse in digitale Vermögenswerte weiter steigen werden, wobei die treibende Kraft dabei institutionelle Investoren sein werden.
Diese optimistische Prognose erscheint angesichts der nach wie vor fragilen Marktstimmung. Kürzlich fiel Bitcoin unter die von JPMorgan geschätzten „Produktionskosten“, also die durchschnittlichen Kosten für Miner beim Schürfen. Frühere Erfahrungen zeigen, dass die Produktionskosten oft eine „weiche Untergrenze“ für den Bitcoin-Preis darstellen und psychologische sowie strukturelle Unterstützung bieten.
Zum Zeitpunkt des Verfassens lag der Bitcoin-Preis bei 67.656 US-Dollar, noch unter den neuesten Schätzungen von JPMorgan für die Produktionskosten von 77.000 US-Dollar. Es ist bemerkenswert, dass diese Kostenschätzung in den letzten Wochen deutlich nach unten korrigiert wurde.
Die Analysten weisen darauf hin, dass ein längerer Zeitraum, in dem der Bitcoin-Preis unter den Produktionskosten bleibt, einige Miner zum Ausstieg zwingen könnte. Nach einem Rückgang der Hash-Rate würden die Mining-Schwierigkeit und die durchschnittlichen Kosten ebenfalls sinken. Dieser Mechanismus würde letztlich einen selbstregulierenden Kreislauf schaffen, der den Markt wieder ins Gleichgewicht bringt.
In den letzten Wochen kam es zu starken Schwankungen im Kryptomarkt, wobei Bitcoin zeitweise unter die Gewinnschwelle fiel, die mit den Produktionskosten der Miner verbunden ist. Die Marktstimmung wurde deutlich getrübt, und die On-Chain-Aktivitäten gingen zurück. Dennoch beobachtet JPMorgan, dass trotz sinkender Privatanlegerbeteiligung das Interesse institutioneller Akteure relativ stabil bleibt. Obwohl die Marktvolatilität hoch bleibt, besteht die Chance auf eine Erholung, falls Kapital wieder in Kryptowährungen fließt.
Der Bericht erwähnt auch die relative Performance verschiedener Vermögenswerte: Seit Oktober letzten Jahres hat Gold Bitcoin deutlich übertroffen. Allerdings ist die Volatilität des Goldpreises in letzter Zeit stark angestiegen. Aus der Perspektive einer langfristigen Asset-Allokation erscheint Bitcoin im Vergleich zu Gold derzeit attraktiver.
Für die Zukunft prognostiziert JPMorgan, dass die Kapitalzuflüsse in digitale Vermögenswerte im Jahr 2026 wieder anziehen werden, wobei die Haupttreiber dabei institutionelle Investoren sind, nicht Privatanleger oder HODL-Unternehmen.
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