Die Investoren im Anleihenmarkt bereiten sich auf eine mögliche Rezession in den USA vor, indem sie ihr Risiko reduzieren und gleichzeitig die Laufzeiten ihrer festverzinslichen Anlagen verlängern, da die Federal Reserve nicht in Eile ist, Zinssenkungen wieder aufzunehmen. Vor dem Treffen der Federal Reserve haben die Anleger die Laufzeiten von Anleihen stetig verlängert. Dies bedeutet, dass sie langfristige Vermögenswerte kaufen, wenn sie weitere Zinssenkungen erwarten, und deutet darauf hin, dass der Anleihenmarkt auf einen größeren als erwarteten Zyklus von Zinssenkungen vorbereitet ist. Marktbeobachter geben an, dass die Investoren in den letzten mindestens einem Monat die Laufzeiten von Anleihen verlängert haben. Die neueste Umfrage unter US-Anleihenkunden von J.P. Morgan zeigt, dass die Nettolong-Positionen von Anleiheninvestoren in US-Staatsanleihen den höchsten Stand seit dem Herbst 2010 erreicht haben. Diese extrem überkaufte Situation könnte jedoch ein Kontraindikator sein und darauf hindeuten, dass kurzfristig die Renditen von Anleihen technische Erholungen verzeichnen könnten. Mehrere Analysten geben an, dass die Long-Positionen im Anleihenmarkt teilweise auf die Sorgen vor einer Rezession zurückzuführen sind, da die Regierung Trump weiterhin aggressive Importzölle gegenüber den Handelspartnern der USA erhebt und einen globalen Handelskrieg auslöst.