
Ein US-Gericht hat kürzlich entschieden, dass eine Sammelklage gegen NVIDIA und deren CEO Jensen Huang weiterverfolgt werden darf. Die Kläger sind Investoren, die zwischen August 2017 und November 2018 NVIDIA-Aktien gekauft haben, und sie beschuldigen NVIDIA, während des Höhepunkts der GPU-Mining-Nachfrage von 2017 bis 2018 über 1 Milliarde US-Dollar an Einnahmen aus dem Verkauf von Mining-Hardware als Einnahmen aus dem Spielegeschäft verschleiert zu haben, was zu einer erheblichen Verzerrung des Marktes in Bezug auf die tatsächlichen Geschäftszahlen des Unternehmens führte.
Der zentrale Vorwurf in dieser Klage besteht darin, dass NVIDIA angeblich systematisch die Einnahmen aus dem Kauf von GPUs durch Krypto-Miner in den Zahlen des Spielegeschäfts in den Finanzberichten klassifiziert hat.
Hier sind die Schlüsselfakten zu diesem Fall:
Beteiligter Zeitraum: August 2017 bis November 2018 (Höhepunkt des Krypto-Mining-Booms)
Kernvorwurfssumme: Es wird behauptet, dass über 1 Milliarde US-Dollar an GPU-Verkäufen im Zusammenhang mit Mining verschleiert wurden.
Betriebsweise: Die Nachfrage nach Mining-Hardware wurde dem Spielegeschäft zugeordnet, was zu einer Überbewertung der Spieleinnahmen führte.
Marktauswirkungen: Nach dem Abkühlen des Krypto-Marktes im Jahr 2018 fiel die Nachfrage nach Mining-Hardware rapide, was die Leistungsprobleme von NVIDIA offenbarte.
21. April: Entscheidende Anhörung zur Fallverwaltung, Festlegung des Zeitplans für den weiteren Prozess.
Die Anerkennung der Sammelklage ist ein wichtiger verfahrensrechtlicher Meilenstein – das Gericht hat bestätigt, dass mehrere Investoren zu einer Klägergruppe zusammengeführt werden können und festgestellt, dass NVIDIA nicht genügend Beweise vorgelegt hat, um den Einfluss ihrer Offenlegungen auf den Aktienkurs auszuschließen, was jedoch kein endgültiges Urteil über die Substanz des Falls darstellt.
Diese Sammelklage ist nicht die erste rechtliche Herausforderung, der sich NVIDIA hinsichtlich ähnlicher Offenlegungsfragen gegenübersieht. Im Jahr 2022 verhängte die US Securities and Exchange Commission (SEC) eine Geldstrafe von 5,5 Millionen US-Dollar gegen NVIDIA, da das Unternehmen nicht ausreichend offengelegt hatte, welche wesentlichen Auswirkungen das Krypto-Mining-Geschäft auf die Einnahmen hatte. Dieser Fall bildet den rechtlichen Hintergrund für die aktuelle Sammelklage, da beide sich auf ähnliche Handlungen im selben Zeitraum beziehen.
Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass die SEC-Vereinbarung eine regulatorische Geldbuße zur Folge hatte, während die aktuelle Sammelklage auf zivilrechtliche Entschädigung durch die Aktionäre abzielt, wobei die potenzielle Haftung die vorherige Geldbuße von 5,5 Millionen US-Dollar erheblich übersteigen könnte. Darüber hinaus hat die SEC-Vereinbarung von 2022 nicht das Recht der Investoren auf rechtliche Schritte beendet, sondern hat in gewissem Maße die Vorwürfe der Kläger untermauert.
Die anhaltende rechtliche Relevanz dieses Falls zeigt eine weitreichende Branchenwahrheit: Die Problematik der Klassifizierung von Einnahmen aus externen, hochvolatilen Nachfragequellen, die ohne ausreichende Offenlegung möglicherweise auch Jahre nach den Ereignissen rechtliche Verfolgung nach sich ziehen kann.
Aktuell verzeichnet NVIDIA in Bereichen wie KI-Computing und Rechenzentren ein hohes Wachstum, doch die aus dem Krypto-Boom von 2017 bis 2018 stammende Klage stellt nach wie vor ein nicht zu ignorierendes rechtliches Risiko dar. Der Ausgang des Verfahrens wird nicht nur NVIDIA selbst beeinflussen, sondern könnte auch weitreichende Standards für die Offenlegung von Einnahmeninformationen durch Technologieunternehmen im Zusammenhang mit aufkommenden Marktbedarfen setzen.
Die Kläger werfen NVIDIA vor, während des Krypto-Mining-Booms von 2017 bis 2018 über 1 Milliarde US-Dollar an Einnahmen aus dem Verkauf von GPUs für Mining als Einnahmen aus dem Spielegeschäft klassifiziert zu haben, wodurch das Unternehmen nicht wahrheitsgemäß offengelegt hat, in welchem Maße es von der Nachfrage auf dem Krypto-Markt abhängig war, was zu irreführenden Entscheidungen der Investoren führte und nach dem Abkühlen des Krypto-Marktes zu Verlusten führte.
Die Anerkennung der Sammelklage bedeutet lediglich, dass das Gericht bestätigt hat, dass mehrere Investoren zusammen klagen können, und dass es festgestellt hat, dass NVIDIA nicht genügend Gegenargumente vorgebracht hat, um die Auswirkungen der relevanten Vorwürfe auf den Aktienkurs zu widerlegen; dies ist ein verfahrensrechtlicher Meilenstein, jedoch kein endgültiges Urteil über die Rechtmäßigkeit von NVIDIAs Handlungen, der Fall muss weiterhin verhandelt werden.
Im Jahr 2022 verhängte die SEC aufgrund ähnlicher Offenlegungsprobleme eine Geldstrafe von 5,5 Millionen US-Dollar gegen NVIDIA. Die aktuelle Sammelklage umfasst denselben Zeitraum und dieselben Handlungen, zielt aber auf zivilrechtliche Entschädigung durch die Aktionäre ab, was eine andere Natur hat und die potenziellen Haftungsverpflichtungen deutlich über die vorherige Geldstrafe hinausgehen könnte.