
Das Volumen der ungeschlossenen XRP-Kontrakte ist ebenfalls um etwa 75 % vom Höchststand gefallen, was auf eine anhaltende Reduktion der Hebelpositionen hinweist. Doch mehrere Analysten betonen, dass die globale Tendenz der Banken, eigene Stablecoins herauszugeben, eine strukturelle Nachfrage nach XRP als neutraler Brücken-Asset schafft; zudem hat Evernorth Holdings am 18. März einen Antrag bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht, wodurch die institutionelle Positionierung trotz des Kursrückgangs unvermindert fortgesetzt wird.
Der On-Chain-Analyst Xaif Crypto weist darauf hin, dass das Volumen der ungeschlossenen XRP-Kontrakte bereits um rund 75 % vom Höchststand gefallen ist. Derzeit ist Binance die einzige Börse, auf der Derivate noch relativ aktiv gehandelt werden. Die Hebeltrader haben sich größtenteils aus dem Markt zurückgezogen, doch die Kaufinteressen, die auf fundamentalen Überzeugungen basieren, haben die Lücke noch nicht effektiv geschlossen. Das kurzfristige Momentum ist daher eher schwach.
Auf makroökonomischer Ebene führen die Verschärfung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran, steigende Ölpreise sowie die nachlassende Erwartung einer Zinssenkung durch die Federal Reserve zu einem Druck auf alle risikobehafteten Anlagen. Analysten sind der Ansicht, dass die Diskrepanz zwischen fallenden Kursen und der Expansion der institutionellen Infrastruktur im Jahr 2026 im zweiten Quartal zum zentralen Thema der Marktdiskussion werden wird.
Der erfahrene Family Office-Experte Jake Claver auf X erklärt, dass jede Bank ihre eigenen Stablecoins herausgibt, was gleichbedeutend ist mit der Schaffung einer neuen Währung, die mit allen anderen kommunizieren muss. Mehr Stablecoins bedeuten mehr isolierte Liquiditätspools; je stärker die Isolation, desto dringlicher wird die Nachfrage nach einer neutralen Brückenschicht. Er ist der Ansicht, dass diese Fragmentierung kein Bedrohung für XRP darstellt, sondern genau die Interoperabilitätsprobleme sind, die Ripple bei der Entwicklung von XRP lösen wollte.
Versan Aljarrah, Gründer von Black Swan Capitalist, sieht XRP-Halter als Vorreiter bei der frühzeitigen Positionierung im neuen Zahlungssystem-Infrastruktur und meint, dass XRP die fundamentale Schicht im Umbau des Finanzsystems einnimmt.
Banken geben jeweils eigene Stablecoins aus: Zunahme unabhängiger Liquiditätspools, steigende Kosten für grenzüberschreitende Abrechnungen
Für die Abwicklung zwischen Pools wird eine neutrale Asset benötigt: Brückentoken ohne staatliche Rückendeckung werden zur technischen Lösung
Design-Positionierung von XRP: Echtzeit-Grenzüberschreitungsabwicklung und Liquiditätsbrücke, passt hochgradig zu den genannten Anforderungen
Unsicherheit bei der Umsetzung: Analysten weisen darauf hin, dass die Frage, ob die Theorie in quantifizierbare On-Chain-Nachfrage umgewandelt werden kann, noch offen ist
Die Aktivitäten institutioneller Akteure im XRP-Bereich gehen weiter. Evernorth Holdings hat am 18. März eine S-4-Anmeldung bei der SEC eingereicht, um durch eine Fusion mit der Special Purpose Acquisition Company (SPAC) Armada Acquisition Corp. II an der Nasdaq unter dem Ticker XRPN gelistet zu werden.
Evernorth hält derzeit 473 Millionen XRP, was bei aktuellem Kurs etwa 685 Millionen US-Dollar entspricht, und wird von Ripple, SBI Holdings sowie Pantera Capital unterstützt. Dieser Schritt zeigt, dass das langfristige Vertrauen institutioneller Investoren in XRP trotz des anhaltenden Kursrückgangs ungebrochen ist und sich deutlich von der aktuellen Marktstimmung abhebt.
Wenn viele Banken eigene Stablecoins herausgeben, benötigen grenzüberschreitende Abrechnungen eine neutrale Brücken-Asset. Analysten wie Jake Claver sind der Ansicht, dass XRP genau für diese Interoperabilitätslösung entwickelt wurde. Die Fragmentierung erhöht logisch die potenzielle strukturelle Nachfrage nach XRP. Ob diese Theorie jedoch in quantifizierbare On-Chain-Nachfrage umgewandelt werden kann, bleibt eine zentrale offene Frage des Marktes.
Evernorth besitzt 473 Millionen XRP und plant den Börsengang an der Nasdaq, unterstützt von Ripple, SBI Holdings und Pantera Capital. Dieser institutionelle Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines anhaltenden Kursrückgangs und zeigt, dass langfristige Investoren weiterhin Vertrauen in das XRP-Ökosystem haben.
Ein starker Rückgang der ungeschlossenen Kontrakte deutet meist auf eine Reduktion der gehebelten Spekulationspositionen hin. Das kurzfristige technische Momentum ist dadurch eher schwach. Der Derivatemarkt ist derzeit nur auf Binance noch relativ aktiv, während die Nachfrage nach spekulativen Käufen noch nicht die Lücke nach dem Abbau der Hebel geschlossen hat.