Bitcoin (BTC) ist am 19. März während der asiatischen Handelszeit zeitweise unter die runde Marke von 70.000 USD gefallen, mit einem Tiefststand von etwa 69.537 USD. Dies spiegelt wider, dass der Markt nach der neuesten Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) die Inflation, Energiepreise und Bewertungen von Risikoanlagen neu bewertet.
Allerdings erholte sich Bitcoin später durch Käufe auf niedrigerem Niveau und liegt derzeit bei etwa 70.180 USD, schwankend in diesem Bereich, was zeigt, dass die 70.000 USD-Marke weiterhin eine bedeutende psychologische und technische Unterstützung darstellt. Ethereum (ETH) schwächte sich ebenfalls ab, mit einem Tief bei etwa 2.145,93 USD, aktuell liegt es bei etwa 2.164,45 USD.
Fed bleibt unverändert, aber der Markt interpretiert „höhere Zinsen länger“
Der direkte Hintergrund für den Rückgang ist, dass die Federal Reserve nach ihrer Sitzung am 18. März den Leitzins unverändert bei 3,50 % bis 3,75 % belässt und gleichzeitig betont, dass die Inflation weiterhin zu hoch ist, während die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und die Energiepreise größere Unsicherheiten mit sich bringen. Laut Reuters hat die Fed ihre Inflationsprognose für 2026 auf 2,7 % nach oben korrigiert, gegenüber 2,4 % im Dezember letzten Jahres, was den Markt für eine langsamere Zinssenkung in diesem Jahr vorsichtig macht.
Für den Kryptomarkt bedeutet dies, dass die zuvor unterstützenden „lockeren Erwartungen“ für eine Risiko-Rallye nachlassen. Obwohl die Fed keine stärkeren hawkish Signale sendet, interpretiert der Markt dies eher als „höhere Zinsen, die länger bestehen bleiben“, was zusammen mit steigenden Ölpreisen und geopolitischen Konflikten die Inflationssorgen verstärkt. Nach einer jüngsten Erholung über 74.000 USD bei Bitcoin traten Gewinnmitnahmen schnell auf.
Rückgang unter 70.000 USD gefolgt von Erholung zeigt Unterstützung
Es ist bemerkenswert, dass nach dem Unterschreiten der 70.000 USD-Marke der Kurs nicht weiter stark gefallen ist, sondern wieder über diese Marke stieg, was auf anhaltendes Kapital auf niedrigerem Niveau hindeutet.
Dieses Muster stimmt mit der Marktstruktur der letzten Woche überein. Bitcoin erreichte Anfang der Woche kurzzeitig den Bereich um 74.468 bis 74.000 USD, unterstützt durch Kapitalzuflüsse in Bitcoin-ETFs und die Neubewertung als alternatives Asset angesichts der zunehmenden geopolitischen Spannungen. Nach der Fed-Entscheidung wurden makroökonomische Risiken jedoch wieder zum dominierenden Einflussfaktor, was zu einer kurzfristigen Zurückhaltung bei den Investitionen führte.
Einer der Gründe, warum Bitcoin nicht weiter gefallen ist, ist die Verbesserung der Spot-ETF-Finanzierung. In den letzten Tagen gab es kontinuierliche Nettozuflüsse, wobei laut mehreren Marktdaten die sieben Tage kumuliert mehr als 1,1 Milliarden USD an Kapital in den Markt fließen. Dies deutet darauf hin, dass institutionelle Investoren Mitte März wieder in den Bitcoin-Markt eingestiegen sind. Dies erklärt auch, warum Bitcoin nach dem Unterschreiten von 70.000 USD wieder in den Bereich von 73.000 bis 74.000 USD zurückgekehrt ist.
Allerdings ist die Rückkehr der ETF-Finanzierung derzeit eher eine „Unterstützung am Boden“ als ein alleiniger Treiber für eine neue Aufwärtsbewegung. Besonders wenn die Fed ihre Rhetorik zur Inflation vorsichtiger gestaltet, die Energiepreise hoch bleiben und Risikoanlagen allgemein unter Druck stehen, bleibt die Kryptowährung stark im globalen makroökonomischen Bewertungsrahmen verankert.
Marktstimmung schwächt sich ab, 70.000 USD wird zur kurzfristigen Schlüsselmarke
Inmitten von fundamentalen und finanziellen Unsicherheiten ist die Marke von 70.000 USD zu einem entscheidenden kurzfristigen Referenzpunkt für Bitcoin geworden. Einerseits ist dies eine deutlich psychologische runde Zahl; andererseits hat Citigroup erst in dieser Woche ihre Zielpreise für Bitcoin und Ethereum für die nächsten 12 Monate nach unten korrigiert und darauf hingewiesen, dass bei anhaltender Stillstand der US-Kryptogesetzgebung Bitcoin möglicherweise eine Zeit lang um die 70.000 USD pendeln wird. Dies erhöht die Sensibilität des Marktes gegenüber dieser Preisregion.