Gate News Nachrichten, am 20. März hat Strategy (ehemals MicroStrategy) kürzlich die Nettobarwertberechnung der Dividendenpräferenzaktie Stretch (STRC) veröffentlicht. Dabei wurde gezeigt, dass die potenziellen Gewinne für Stammaktionäre möglicherweise überschätzt werden. Michael Saylor plant, mit STRC mehrere Milliarden Dollar zu beschaffen, um Bitcoin (BTC) zu kaufen, und die sofortigen Gewinne aus BTC-Mehrbeständen an MSTR-Aktionäre weiterzugeben. Die hohen jährlichen Dividenden von bis zu 11,5 % und zukünftige Zahlungsverpflichtungen erhöhen jedoch die Kosten erheblich.
STRC zahlt monatliche Dividenden, wobei 11,5 % als Preisbasis dient. Im Vergleich zu Hochzinsanleihen ist dies etwa 450 Basispunkte höher. Da das Kapital jedoch nicht zurückgezahlt werden kann und das Fälligkeitsdatum unbestimmt ist, ähnelt es eher einem Rentenprodukt mit Barablösung als einer herkömmlichen Anleihe. Bei der Abzinsung auf den Barwert über die Laufzeit liegt der theoretische Wert der zukünftigen Cashflows über 5,025 Milliarden USD Nennwert, doch der tatsächliche Marktpreis liegt nur knapp über 5 Milliarden USD, was das mangelnde Vertrauen der Investoren in eine langfristige Aufrechterhaltung der Dividenden und des Nennwerts widerspiegelt.
Obwohl STRC kurzfristig die Bilanz verbessern und die Kapitalkosten senken kann, sind die unmittelbaren Gewinne für Stammaktionäre begrenzt. Erst wenn die jährliche Bitcoin-Preissteigerung deutlich über 11,5 % liegt und sogar die von Saylor erwarteten 30 % erreicht, kann die STRC-Strategie wirklich Mehrwert schaffen. Andernfalls werden die hohen Dividenden die Liquidität und Rentabilität des Unternehmens auf lange Sicht belasten. In den letzten fünf Jahren hat Bitcoin eine durchschnittliche jährliche Rendite weit unter diesem Niveau erzielt, was bedeutet, dass MSTR-Stammaktionäre Risiken eingehen, ohne dass die Gewinne garantiert sind.
Zudem schwankt der Marktpreis von STRC im Sekundärmarkt deutlich und liegt nahe am Nennwert. Es wird kein Aufschlag auf den Nennwert gezahlt, was auf eine vorsichtige Haltung der Investoren gegenüber der langfristigen Nachhaltigkeit von STRC hinweist. Theoretisch könnte, wenn Bieter Vertrauen in die Dividenden und den Nennwert haben, STRC auf 10 bis 12 Milliarden USD bewertet werden. Die tatsächliche Preisbildung zeigt jedoch, dass der Markt diese Erwartungen nicht teilt.
Insgesamt besteht bei STRC eine große Unsicherheit hinsichtlich des potenziellen Bitcoin-Mehrbestands und der sofortigen Renditen für Aktionäre. Die hohen Dividendenverpflichtungen und das begrenzte Marktvertrauen könnten die Liquidität und den Gewinn pro Aktie des Unternehmens in den kommenden Jahren weiterhin belasten. (Protos)