Gate News Nachrichten, 19. März: Argentiniens Präsident Javier Milei gerät erneut in die öffentliche Kritik wegen des Libra-Kryptowährungsskandals. Neue forensische Untersuchungen zeigen, dass Milei bereits Jahre vor der Einführung des Libra-Projekts regelmäßig Zahlungen in US-Dollar von dem Lobbyisten Mauricio Novelli erhielt, der mit dem Projekt in Verbindung steht. Nach seiner Amtseinführung stiegen die Beträge deutlich an.
Laut Gerichtsdokumenten und Handy-Forensikdaten zahlte Novelli seit 2021 monatlich etwa 2000 US-Dollar an Milei unter dem Vorwand „Finanz- und Krypto-Kurse Zusammenarbeit“. Bis April 2024 stiegen die Zahlungen auf 4000 US-Dollar und wurden an seine Schwester Karina Milei überwiesen. Ein Teil der Gelder wurde durch den Verkauf von USDT in Bargeld umgewandelt.
Der Zahlungsfluss fällt zeitlich mit dem Libra-Projekt zusammen. Im Februar 2025 förderte Milei öffentlich eine Kryptowährung namens Libra, was zu einem massiven Anstieg des Interesses und des Preises führte. Nach internen Verkaufsaktionen brach der Kurs jedoch schnell zusammen, und das Projekt wurde beschuldigt, Millionen von Dollar Gewinn gemacht zu haben. Kürzlich veröffentlichte Kommunikationsaufzeichnungen deuten darauf hin, dass Milei vor und nach dem Token-Start Kontakt zu den Förderern hatte.
Die Ermittlungen zeigen außerdem, dass Milei für Projekte im Zusammenhang mit Novelli auftrat, darunter die Förderung des Token-Projekts Vulcano Game, das später wegen Betrugsvorwürfen eingestellt wurde. Zudem wird Novelli vorgeworfen, seine Beziehungen zum Präsidenten genutzt zu haben, um Geschäftsaktivitäten zu organisieren, und Kontakte zu Krypto-Experten wie Julian Peh aufgebaut zu haben.
Der argentinische Kongress und die Justiz haben bereits Untersuchungen eingeleitet, um zu klären, ob Milei seine Position genutzt hat, um an der Entwicklung oder dem Betrieb der Kryptowährungen mitzuwirken. Trotz wiederholter Ablehnungen von unrechtmäßigem Verhalten durch Milei deuten die forensischen Beweise auf eine langjährige finanzielle Verbindung hin, was den Skandal weiter anheizt.