US-Senator warnt: Streit um stabilecoin-Erträge verzögert Krypto-Gesetzgebung, Banken und Krypto-Branche müssen Kompromisse eingehen

Am 11. März wurde berichtet, dass die Verhandlungen im US-Senat über die Gesetzgebung zur Struktur des Kryptowährungsmarktes weiterhin voranschreiten, doch das Thema der Erträge bei Stablecoins bleibt ein zentrales Streitpunkt. Angela Alsobrooks, demokratisches Mitglied des Bankenausschusses des Senats, erklärte kürzlich, dass sowohl die Kryptoindustrie als auch die Banken bei einer neuen Runde der Krypto-Regulierung gewisse Kompromisse eingehen müssten, um den Gesetzesentwurf voranzubringen.

Bei einer Veranstaltung des American Bankers Association wies Angela Alsobrooks darauf hin, dass sie mit dem republikanischen Senator Tom Tillis an einer Vermittlungslösung arbeite, doch die Interessengruppen beider Seiten dürften eine „perfekte Lösung“ nicht daran hindern, den Gesetzgebungsprozess voranzutreiben. Sie betonte, dass der zukünftige Regulierungsrahmen weder eine vollständige Deregulierung der Krypto-Assets zulassen noch Stabilitätsprobleme durch Stablecoins im traditionellen Bankensystem verursachen dürften.

Derzeit konzentriert sich die Kontroverse hauptsächlich auf die Frage, ob Stablecoins Zinsen oder Belohnungen bieten dürfen. Bankenverbände sind der Ansicht, dass, wenn Stablecoins Erträge ähnlich wie Sparkonten bieten, dies dazu führen könnte, dass Gelder aus dem Bankensystem abfließen und somit die finanzielle Stabilität beeinträchtigt wird. Daher setzen sich Organisationen wie die American Bankers Association dafür ein, im Gesetz zur Struktur des Kryptowährungsmarktes im Senat eine Klausel aufzunehmen, die die Zahlung von Erträgen durch Dritte bei Stablecoins einschränkt.

Das Bankensektor weist zudem darauf hin, dass diese Einschränkung auch dazu beiträgt, Lücken im „GENIUS Act“ zu schließen, der bereits festlegt, dass Emittenten von Stablecoins den Nutzern keine Erträge direkt auszahlen dürfen. Einige Marktteilnehmer könnten jedoch durch andere Strukturen ähnliche Anreize schaffen.

Auf der anderen Seite lehnen Vertreter der Kryptoindustrie eine vollständige Verbotsregelung für Belohnungen bei Stablecoins ab. Brancheninsider argumentieren, dass Erträge oder Belohnungen eine gängige Methode zur Nutzerbindung im Ökosystem digitaler Vermögenswerte sind und ein vollständiges Verbot die Wettbewerbsfähigkeit von Stablecoins im Zahlungsverkehr und im digitalen Finanzwesen schwächen könnte.

Angela Alsobrooks betonte, dass die Regulierung von Stablecoins Produkte vermeiden müsse, die zwar ähnlich wie Bankprodukte funktionieren, aber keinen entsprechenden Schutz durch die Bankenaufsicht bieten. Sie wies darauf hin, dass Finanzinstrumente, die funktional einer Einlage ähneln, entsprechend reguliert werden müssten.

Gleichzeitig zeigte eine Umfrage des American Bankers Association, dass 42 % der Befragten der Ansicht sind, dass der Kongress in Erwägung ziehen sollte, die Erträge bei Stablecoins einzuschränken, falls diese die Stabilität der Bankensysteme gefährden könnten. Die Umfrage ergab außerdem, dass 84 % der Befragten der Meinung sind, dass Finanzprodukte, die ähnliche Sparkonten anbieten, denselben Verbraucherschutzregeln unterliegen sollten wie Banken.

Da die Regulierung von Stablecoins, die Struktur des digitalen Vermögenswertemarktes und die Interessen des traditionellen Finanzsystems weiterhin im Konflikt stehen, bleibt die endgültige Ausrichtung der US-amerikanischen Krypto-Regulierung abzuwarten. Ob es dem Senat gelingt, einen Ausgleich zwischen den verschiedenen Interessen zu finden, wird maßgeblich die zukünftige Regulierung von Stablecoins in den USA und die Entwicklung des Krypto-Marktes beeinflussen.

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