Laut einem Bericht von Reuters wird der japanische Mobile-Payment-Gigant PayPay, unterstützt von SoftBank Corp. und im Besitz von 40 % an Binance Japan, in den USA erstmals an die Börse gehen, wobei die Kapitalaufnahme bis zu 1,1 Milliarden US-Dollar betragen könnte.
Der Bericht besagt, dass PayPay zusammen mit bestehenden Anteilseignern insgesamt 55 Millionen American Depositary Shares (ADS) ausgeben wird, mit einem Preisspannen zwischen 17 und 20 US-Dollar pro Aktie. Bei einer erfolgreichen Platzierung zum oberen Ende der Preisspanne würde die Bewertung von PayPay 10 Milliarden US-Dollar übersteigen.
Mit dem allmählichen Abbau der traditionellen „Bargeld ist König“-Kultur und der Beschleunigung der Umstellung auf bargeldlose Zahlungen in Japan ist PayPay zur größten mobilen Zahlungsplattform des Landes aufgestiegen, mit über 70 Millionen registrierten Nutzern. Über die PayPay-App können Nutzer nicht nur QR-Codes in physischen Geschäften scannen, sondern auch tägliche Überweisungen tätigen und digitale Wallet-Guthaben verwalten, wodurch es tief in den Alltag japanischer Verbraucher integriert wurde.
Ursprünglich war geplant, dass PayPay vor Montag an der Nasdaq unter dem Tickersymbol „PAYP“ gelistet wird. Reuters berichtet jedoch, dass die globalen Finanzmärkte aufgrund der Situation im Iran stark schwankten, was PayPay zwang, den Börsengang zu verschieben und den Zeitplan für die Zeremonie zu verzögern.
Angesichts der zunehmenden Marktschwankungen und der steigenden geopolitischen Risiken wird dieser Börsengang als „Stimmungsbarometer“ für die Investoren im FinTech-Sektor gesehen. Wenn der Börsengang gelingt, wird PayPay nicht nur einer der größten IPO-Fälle japanischer Unternehmen in den USA der letzten Jahre sein, sondern auch einen weiteren Baustein in SoftBanks Digital-Finance-Strategie darstellen.