Europäische Aufsichtsbehörden haben signalisiert, dass die EU mit strengen neuen Kapitalanforderungen für Versicherer, die Kryptowährungen besitzen, die härteste Haltung zu Bitcoin und anderen digitalen Vermögenswerten einnimmt.
Die Europäische Versicherungs- und Pensionsaufsichtsbehörde (Eiopa) empfahl der Europäischen Kommission, eine 100%ige Kapitalanforderung für alle Krypto-Digitalen Vermögenswerten der Versicherer einzuführen.
Dieser Schritt zielt darauf ab, Versicherer davon abzuhalten, in digitale Vermögenswerte zu investieren, während die USA Schritte unternimmt, um die Beschränkungen für Kryptowährungen in traditionellen Finanzinstitutionen zu lockern. Derzeit weisen die meisten EU-Versicherer 60 bis 80 % des Werts von Kryptowährungen als Eigenkapital zu, aber die vorgeschlagene Regel würde die vollständige Abdeckung vorschreiben und die Kosten für das Halten digitaler Vermögenswerte erheblich erhöhen.
Der Vorschlag von Eiopa zielt darauf ab, über Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum hinauszugehen und auch Stablecoins, die an Fiat-Währungen gebunden sind, sowie andere tokenisierte Vermögenswerte, die durch traditionelle Investitionen wie Schulden oder Aktien unterstützt werden, in den Fokus zu rücken. Dies weist darauf hin, dass der Regulator zum ersten Mal so ernsthafte Kapitalanforderungen für jede von Versicherern gehaltene Vermögensklasse einführt.
Trotz der strengen Haltung wird erwartet, dass die Auswirkungen der vorgeschlagenen Regeln kurzfristig begrenzt sind. Laut Eiopa hatten europäische Versicherer Ende 2023 etwa 655 Millionen Euro an Krypto-Assets und dieser Betrag machte weniger als 0,01 % ihres Gesamtvermögens von 9,6 Billionen Euro aus. Der Großteil dieser Vermögenswerte war in Luxemburg konzentriert, was auf eine indirekte Exposition über Investmentfonds hinweist, anstatt auf eine direkte Eigentümerschaft.