Gate News Nachrichten, 16. März: Eine aktuelle Studie zeigt, dass das Bitcoin-Netzwerk eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Ausfällen der globalen Internet-Infrastruktur aufweist. Die Forscher fanden heraus, dass nur bei gleichzeitigen Ausfällen von etwa 72 % bis 92 % der transnationalen Seekabel mehr als 10 % der Bitcoin-Knoten offline gehen und das Netzwerk erheblich beeinträchtigen. Die Studie wurde von Wenbin Wu und Alexander Neumueller vom Cambridge Centre for Alternative Finance durchgeführt und basiert auf Daten des Bitcoin P2P-Netzwerks von 2014 bis 2025 sowie 68 verifizierten Kabelausfällen. Mit einem landesweiten Kaskadenmodell wurde die Widerstandsfähigkeit der Bitcoin-Infrastruktur gegen Störungen bewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass das Bitcoin-Netzwerk bei zufälligen Kabelausfällen eine hohe Fehlertoleranz aufweist. Bei gezielten Angriffen auf kritische Seekabel „Engpasspunkte“ steigt die Effizienz der Beeinträchtigung um eine Größenordnung, und die kritische Ausfallgrenze kann auf 5 % bis 20 % sinken. Die Studie weist außerdem darauf hin, dass die Nutzung des anonymen Netzwerks Tor die Störresistenz des Bitcoin-Netzwerks deutlich erhöht. Derzeit verschleiert etwa 64 % der Bitcoin-Knoten ihre tatsächliche Position über Tor, was sie im physischen Netzwerk „unsichtbar“ macht. Da die Tor-Relais hauptsächlich in Ländern wie Deutschland, Frankreich und den Niederlanden konzentriert sind, die dicht mit Seekabeln verbunden und redundant sind, ist es auch bei Ausfällen einzelner Kabel schwierig, die Gesamtrelaisfähigkeit zu beeinträchtigen. Zudem zeigt die Studie, dass bei den 68 historischen Kabelausfällen 87 % der Auswirkungen auf Bitcoin-Knoten weniger als 5 % betrugen. Diese Ereignisse stehen nahezu in keinem Zusammenhang mit Bitcoin-Preisschwankungen, der statistische Korrelationskoeffizient liegt bei nur -0,02. Die Studie schlussfolgert außerdem, dass, obwohl sich die geographische Verteilung der Bitcoin-Hashrate verändert hat, die Netzresilienz hauptsächlich durch die Topologie der globalen Seekabel bestimmt wird und nicht durch die Verteilung der Rechenleistung.