Die Bitcoin-Versorgung auf Kryptowährungsbörsen ist auf den niedrigsten Stand aller Zeiten gefallen. Gleichzeitig haben die Gründer von Gemini, Cameron und Tyler Winklevoss, kürzlich etwa 130 Millionen Dollar in Bitcoin auf mit der Börse verbundene Wallets transferiert. Diese ungewöhnliche Mischung aus sinkendem Angebot und großem Investorenaktivität hat die Aufmerksamkeit von Händlern und Analysten auf sich gezogen.
Bitcoin wird derzeit in der Nähe von 70.000 US-Dollar gehandelt. Starke Derivate-Aktivitäten und steigende Handelsvolumina haben dazu beigetragen, die Preise nach oben zu treiben. Der jüngste Transfer von Walen fügt der Marktsituation jedoch eine neue Dimension hinzu.
Die Blockchain-Analysefirma Arkham verfolgte die Bewegung von etwa 1.773 BTC von Wallets, die mit den Winklevoss-Zwillingen verbunden sind. Die Gelder wurden in der vergangenen Woche auf Gemini-Hotwallets transferiert.
Viele Händler sehen Einzahlungen auf Börsen oft als mögliches Signal für einen Verkauf. Allerdings bedeuten Einzahlungen nicht immer, dass Investoren sofort verkaufen wollen.
Große Inhaber transferieren Bitcoin aus verschiedenen Gründen auf Börsen:
Daher bedeutet der Transfer nicht automatisch, dass die Zwillinge planen, ihre Bestände abzustoßen.
On-Chain-Daten zeigen, dass die Bitcoin-Reserven auf zentralisierten Börsen weiter abnehmen. Dieser Trend tritt häufig auf, wenn Investoren Coins in langfristige Speicher oder private Wallets verschieben.
Niedrigere Börsenbestände können das verfügbare Angebot für den Handel einschränken. Wenn die Nachfrage in solchen Perioden steigt, können die Preise schneller reagieren.
Analysten verbinden den Rückgang der Börsenreserven oft mit möglichen Angebotsengpässen. Wenn Käufer in den Markt eintreten, während die verfügbaren Coins knapp bleiben, kann die Volatilität zunehmen.
Die Winklevoss-Zwillinge gehören zu den frühesten großen Bitcoin-Investoren. Berichte deuten darauf hin, dass sie im Jahr 2013 bedeutende Bestände angesammelt haben. Selbst nach den jüngsten Transfers schätzt Arkham, dass sie noch etwa 764 Millionen Dollar in BTC halten.
Währenddessen treiben Futures-Händler weiterhin einen Großteil des aktuellen Marktimpulses. Long-Positionen in Perpetual-Futures haben kürzlich die Verkaufsdrucke im Spotmarkt übertroffen.
Wenn die institutionelle Nachfrage weiter steigt, während das Angebot auf Börsen sinkt, könnte Bitcoin mit engerer Liquidität konfrontiert werden. Infolgedessen könnten die Preise in den kommenden Monaten stärkere Schwankungen zeigen.