SEC fördert neues Rahmenwerk zur „Entsecuritiesifizierung“ von Krypto-Assets, wobei ein vierteiliges Klassifizierungssystem die US-Regulierungslandschaft möglicherweise neu gestaltet

GateNews
  1. Februar – Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC beschleunigt die Umsetzung einer bedeutenden regulatorischen Reform im Bereich der Kryptowährungen. Moloney, Leiter der Abteilung für Unternehmensfinanzen, erklärte, dass die Behörde ein völlig neues Klassifizierungssystem für Krypto-Assets entwickelt, um klarzustellen, unter welchen Bedingungen Token nicht mehr als „Investmentverträge“ gelten und somit ihre Wertpapier-Charakteristik verlieren, was der Branche einen klareren Weg zur Einhaltung der Vorschriften bieten soll.

Dieses Projekt, genannt „Project Crypto“, wurde erstmals Ende 2025 vom SEC-Vorsitzenden Atkins vorgeschlagen und soll die rechtlichen Grauzonen bei Emission und Offenlegung von Token verringern. In einer aktuellen Erklärung verriet Moloney, dass die neue regulatorische Herangehensweise es ermöglicht, Token nach Erfüllung bestimmter Bedingungen vom Wertpapierstatus in einen „nicht-wertpapierähnlichen“ Status zu überführen. Beispielsweise, wenn der Emittent keine wesentlichen Verwaltungsfunktionen mehr übernimmt oder das Netzwerk eine hohe Dezentralisierung erreicht hat, kann die betreffende Token-Identität geändert werden.

Zur Unterstützung dieser Reform haben die drei Hauptabteilungen der SEC am 28. Januar einen vorläufigen Rahmen veröffentlicht, der digitale Vermögenswerte in vier Kategorien einteilt: Digitale Güter, Digitale Sammlerstücke, Digitale Werkzeuge und Tokenisierte Wertpapiere. Für Vermögenswerte, die weiterhin als Wertpapiere eingestuft werden, wird die Regulierungsbehörde auch flexiblere Emissions- und Verkaufsregeln entwickeln, um regulatorische Reibungen zu verringern.

Neben den Kryptowährungen treibt die SEC auch die Modernisierung des Informationsoffenlegungs-Systems voran. Der Vorschlag, verpflichtende Quartalsberichte abzuschaffen und stattdessen halbjährliche Offenlegungen vorzusehen, löste breite Diskussionen aus. Befürworter argumentieren, dass dies Unternehmen helfen könne, den Druck kurzfristiger Ergebnisse zu verringern und sich auf langfristige Strategien zu konzentrieren; Gegner befürchten, dass längere Informationsintervalle die Marktvolatilität verstärken und Insiderhandelrisiken erhöhen könnten. Moloney hat das Team angewiesen, entsprechende Regeln zu entwerfen, um Unternehmen neue Optionen zu bieten.

Darüber hinaus beschleunigt die SEC die Bearbeitung der angesammelten Anträge auf Registrierung und erinnert ausländische Privatunternehmen daran, dass das „Foreign Internal Affairs Accountability Act“ am 18. März 2026 automatisch in Kraft tritt, wodurch relevante Führungskräfte verpflichtet sind, Transaktionen nach US-Standards zu melden. Mit der schrittweisen Umsetzung des neuen Rahmens könnte sich das regulatorische Umfeld für Kryptowährungen in den USA grundlegend verändern.

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