Oliver Michel, CEO der Tokentus Investment AG, kommentierte kürzlich die laufende XRP-Performance im deutschen Finanzkanal DER AKTIONÄR TV
Er sprach über die zunehmende Diskrepanz zwischen Ripple’s Geschäftsentwicklung und dem Marktpreis von XRP. Michel gab zu, dass die Kursentwicklung von XRP schwach sei und bemerkte, dass der Token von seinem jüngsten Hoch gefallen ist. Er betonte jedoch, dass dieser Rückgang nichts mit dem operativen Geschehen bei Ripple zu tun hat.
Zur Einordnung: XRP wird bei 1,85 $ gehandelt, was einem Rückgang von 10 % im letzten Monat entspricht.
Laut Michel setzt Ripple Labs seine starke Umsetzung fort, expandiert durch Übernahmen, verfolgt regulierte Bankwege und führt neue Produkte wie Stablecoins ein.
Er beschrieb das Ripple-Ökosystem als vergleichbar mit einer „Amazon-ähnlichen“ Plattform für Blockchain- und Krypto-Dienste. Für ihn ist das Unternehmen langfristig außergewöhnlich gut positioniert.
Michel erklärte die Situation mit einer einfachen Analogie: Manchmal führen die Geschäftsgrundlagen, und der Preis folgt später. Zu anderen Zeiten bewegt sich der Preis vor den Fundamentaldaten. Im Fall von XRP glaubt er, dass der Markt derzeit die Stärke der Ripple-Operationen unterschätzt.
Aus seiner Sicht führt diese Diskrepanz zu Frustration bei XRP-Inhabern, aber es ist in den Finanzmärkten nicht ungewöhnlich. Er betonte, dass kurzfristige Marktbedingungen oft die Kursbewegungen bestimmen, während sich der operative Fortschritt über einen viel längeren Zeitraum entfaltet.
Michel wies auch auf das Interesse institutioneller Akteure an den kürzlich gestarteten Spot-XRP-ETPs hin. Diese Produkte haben über einen längeren Zeitraum stetige Zuflüsse verzeichnet. Konkret sind seit November fünf XRP-ETFs live gegangen, die 1,13 Milliarden US-Dollar an Zuflüssen verzeichneten. Ihre Gesamtkapitalisierung liegt jetzt bei 1,25 Milliarden US-Dollar.
XRP ETF recordsDoch trotz dieser enormen Investitionen ist der XRP-Preis weiterhin gefallen. Michel argumentierte, dass dieser Trend das Rätsel um die Schwäche des XRP-Preises vertieft, da die institutionelle Nachfrage in die entgegengesetzte Richtung zum Marktpreis läuft.
Er glaubt, dass es sich um ein Timing-Problem handelt, nicht um ein tieferliegendes Problem. Laut Michel hat das Wachstum bei institutioneller und geschäftlicher Akzeptanz sich noch nicht im XRP-Preis widerspiegelt, aber diese Lücke könnte sich in Zukunft schließen.
Der Tokentus-CEO schloss, dass Inhaber die aktuelle Preisentwicklung von XRP als vorübergehend ansehen sollten. Er erwartet, dass sich der Markt irgendwann mit dem operativen Erfolg von Ripple und der Bewertung von XRP versöhnen wird, was möglicherweise zu einer starken Neubewertung führt, sobald die Verzögerung ausgeglichen ist.
Obwohl Michel keinen konkreten Zeitplan nannte, glaubt er, dass die Schwäche von XRP kein Zeichen für das Scheitern bei Ripple ist, sondern vielmehr eine Verzögerung zwischen Geschäftsabschluss und Marktanerkennung.
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