In den vergangenen Jahren sind viele weltraumorientierte Unternehmen durch SPAC-Fusionen an die Börse gegangen, eine Entwicklung, die bei vielen Investoren für Enttäuschung sorgte, da zahlreiche Firmen ihre ambitionierten Pläne nicht umsetzen konnten. Dennoch haben zwei Akteure – Rocket Lab und Intuitive Machines – nicht nur diese herausfordernde Phase überstanden, sondern sich auch als echte Potenziale als führende Anbieter im kommerziellen Raumtransport erwiesen. Um zu verstehen, warum diese Unternehmen weiterhin attraktive Chancen darstellen, ist es wichtig, ihre unterschiedlichen, aber sich ergänzenden Strategien im sich schnell entwickelnden Raumfahrtsektor zu betrachten.
Rocket Labs Kurswechsel hin zu Komplettlösungen im Raumfahrtbereich
Rocket Lab hat sich als zuverlässiger Startdienstleister etabliert und bisher 248 Satelliten in 81 Electron-Raketentransfers erfolgreich ins All gebracht. Zu den Kunden zählen renommierte Organisationen wie NASA, die US-Raumstreitkräfte, die schwedische Raumfahrtagentur sowie aufstrebende Raumfahrtunternehmen wie Kinéis und BlackSky Technology.
Ein entscheidender Wendepunkt kam kürzlich, als Rocket Lab einen Vertrag im Wert von 816 Millionen US-Dollar – den bisher größten Erfolg des Unternehmens – vom US Space Development Agency erhielt, um 18 Satelliten für eine Raketenabwehr-Konstellation zu entwerfen und zu bauen. Dieses Abkommen markiert eine grundlegende strategische Neuausrichtung: weg vom reinen Launch-Service hin zu integrierter Satellitenherstellung und Systemdeployment.
Für die Zukunft plant Rocket Lab die Einführung der Neutron-Rakete im Jahr 2026, die deutlich schwerere Nutzlasten als die aktuelle Electron-Plattform transportieren kann. Analysten prognostizieren, dass die Umsätze des Unternehmens von 600 Millionen US-Dollar im Jahr 2025 auf 1,29 Milliarden US-Dollar im Jahr 2027 deutlich anziehen werden, wobei mit Gewinnrealisierung bis zum Ende dieses Prognosezeitraums gerechnet wird. Obwohl die aktuellen Bewertungskennzahlen bei 33-fachem Umsatz im Voraus etwas hoch erscheinen, handelt es sich hierbei um eine frühe Bewertung, die typisch ist für transformative Infrastrukturprojekte im Raumtransport.
Intuitive Machines: Der Spezialist für lunar Logistik
Intuitive Machines hat sich als Nischenanbieter im Bereich der Mondexploration etabliert und erfolgreich Nova-C-Lander für die NASA im Rahmen des Commercial Lunar Payload Services (CLPS)-Programms auf den Mond gebracht. Im Februar 2024 erreichte das Unternehmen einen Meilenstein, als sein Lander Odysseus den ersten erfolgreichen US-Mondlandeversuch seit 1972 durchführte. Eine Folgemission (Athena) erreichte im März 2025 die Mondumlaufbahn, eine dritte Mission ist für später in diesem Jahr geplant.
Neben den Mondoperationen hat sich Intuitive Machines durch strategische Akquisitionen und Vertragsabschlüsse stark diversifiziert. Das Unternehmen sicherte sich exklusive Vereinbarungen für Near-Space-Netzwerke, Mondterrain-Fahrzeuge sowie lunar Logistiklösungen mit der NASA. Besonders bedeutend ist die Übernahme von Lanteris Space Systems, einem Entwickler von Satelliten- und Raumverteidigungssystemen, um die technologische Bandbreite und Marktreichweite zu erweitern.
Diese Diversifizierungsstrategie zeigt bereits messbare Erfolge in den Finanzprojektionen: Der Umsatz soll von 219 Millionen US-Dollar im Jahr 2025 auf 1,04 Milliarden US-Dollar im Jahr 2027 steigen – eine Wachstumsrate von mehr als vierfach. Für 2026 wird die Erreichung der Gewinnschwelle prognostiziert, und der Nettogewinn soll sich bis 2027 mehr als verfünffachen. Bei einer Bewertung von nur zweifachen Umsatz im Voraus erscheint Intuitive Machines deutlich unterbewertet im Vergleich zu seinem Wachstumspotenzial.
Divergierende Strategien, gemeinsames Ziel
Beide Unternehmen verfolgen unterschiedliche Marktsegmente, streben jedoch dasselbe Ziel an: die vollständige Integration im Raumtransport. Rocket Lab konzentriert sich auf Startinfrastruktur und Satellitenproduktion, während Intuitive Machines den Schwerpunkt auf lunar und Near-Space-Logistiknetzwerke legt. Beide zeigen, wie spezialisiertes Know-how zu breiteren Plattformgeschäften ausgebaut werden kann.
Aus Investmentperspektive bieten diese unterschiedlichen Ansätze verschiedene Risiko-Rendite-Profile. Rocket Lab wird mit einer Premium-Bewertung gehandelt, die seine etablierten Kundenbeziehungen und Marktposition widerspiegelt. Intuitive Machines bietet mit einem niedrigeren Einstiegswert und deutlich steilerem Wachstumspotenzial eine attraktive Chance, insbesondere im Hinblick auf die Skalierung lunarer und Near-Space-Operationen.
Investitionsüberlegungen für 2026
Keines der beiden Unternehmen stellt eine klassische Blue-Chip-Defensivanlage dar. Beide sind stark von Regierungsaufträgen abhängig, was regulatorische und Haushaltszyklen beeinflusst. Mit zunehmender Reife und Diversifizierung des kommerziellen Raumfahrtmarktes jenseits der frühen staatlichen Unterstützung nehmen diese Firmen jedoch eine zunehmend verteidigungsfähige Wettbewerbsposition ein.
Die Investitionsentscheidung für diese Aktien hängt vor allem vom Glauben an die langfristige Entwicklung des kommerziellen Raumfahrtmarktes ab. Wer an eine nachhaltige Expansion bei Satellitenstarts, lunarer Ressourcenutzung und Near-Space-Infrastruktur glaubt, findet in beiden Unternehmen attraktive Wachstumschancen und sich entwickelnde Geschäftsmodelle innerhalb der aufkommenden Raumtransportwirtschaft.
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Lieblingsstücke der Raumfahrtindustrie: Warum diese beiden Aktien Ihre Investitionsaufmerksamkeit im Jahr 2026 verdienen
In den vergangenen Jahren sind viele weltraumorientierte Unternehmen durch SPAC-Fusionen an die Börse gegangen, eine Entwicklung, die bei vielen Investoren für Enttäuschung sorgte, da zahlreiche Firmen ihre ambitionierten Pläne nicht umsetzen konnten. Dennoch haben zwei Akteure – Rocket Lab und Intuitive Machines – nicht nur diese herausfordernde Phase überstanden, sondern sich auch als echte Potenziale als führende Anbieter im kommerziellen Raumtransport erwiesen. Um zu verstehen, warum diese Unternehmen weiterhin attraktive Chancen darstellen, ist es wichtig, ihre unterschiedlichen, aber sich ergänzenden Strategien im sich schnell entwickelnden Raumfahrtsektor zu betrachten.
Rocket Labs Kurswechsel hin zu Komplettlösungen im Raumfahrtbereich
Rocket Lab hat sich als zuverlässiger Startdienstleister etabliert und bisher 248 Satelliten in 81 Electron-Raketentransfers erfolgreich ins All gebracht. Zu den Kunden zählen renommierte Organisationen wie NASA, die US-Raumstreitkräfte, die schwedische Raumfahrtagentur sowie aufstrebende Raumfahrtunternehmen wie Kinéis und BlackSky Technology.
Ein entscheidender Wendepunkt kam kürzlich, als Rocket Lab einen Vertrag im Wert von 816 Millionen US-Dollar – den bisher größten Erfolg des Unternehmens – vom US Space Development Agency erhielt, um 18 Satelliten für eine Raketenabwehr-Konstellation zu entwerfen und zu bauen. Dieses Abkommen markiert eine grundlegende strategische Neuausrichtung: weg vom reinen Launch-Service hin zu integrierter Satellitenherstellung und Systemdeployment.
Für die Zukunft plant Rocket Lab die Einführung der Neutron-Rakete im Jahr 2026, die deutlich schwerere Nutzlasten als die aktuelle Electron-Plattform transportieren kann. Analysten prognostizieren, dass die Umsätze des Unternehmens von 600 Millionen US-Dollar im Jahr 2025 auf 1,29 Milliarden US-Dollar im Jahr 2027 deutlich anziehen werden, wobei mit Gewinnrealisierung bis zum Ende dieses Prognosezeitraums gerechnet wird. Obwohl die aktuellen Bewertungskennzahlen bei 33-fachem Umsatz im Voraus etwas hoch erscheinen, handelt es sich hierbei um eine frühe Bewertung, die typisch ist für transformative Infrastrukturprojekte im Raumtransport.
Intuitive Machines: Der Spezialist für lunar Logistik
Intuitive Machines hat sich als Nischenanbieter im Bereich der Mondexploration etabliert und erfolgreich Nova-C-Lander für die NASA im Rahmen des Commercial Lunar Payload Services (CLPS)-Programms auf den Mond gebracht. Im Februar 2024 erreichte das Unternehmen einen Meilenstein, als sein Lander Odysseus den ersten erfolgreichen US-Mondlandeversuch seit 1972 durchführte. Eine Folgemission (Athena) erreichte im März 2025 die Mondumlaufbahn, eine dritte Mission ist für später in diesem Jahr geplant.
Neben den Mondoperationen hat sich Intuitive Machines durch strategische Akquisitionen und Vertragsabschlüsse stark diversifiziert. Das Unternehmen sicherte sich exklusive Vereinbarungen für Near-Space-Netzwerke, Mondterrain-Fahrzeuge sowie lunar Logistiklösungen mit der NASA. Besonders bedeutend ist die Übernahme von Lanteris Space Systems, einem Entwickler von Satelliten- und Raumverteidigungssystemen, um die technologische Bandbreite und Marktreichweite zu erweitern.
Diese Diversifizierungsstrategie zeigt bereits messbare Erfolge in den Finanzprojektionen: Der Umsatz soll von 219 Millionen US-Dollar im Jahr 2025 auf 1,04 Milliarden US-Dollar im Jahr 2027 steigen – eine Wachstumsrate von mehr als vierfach. Für 2026 wird die Erreichung der Gewinnschwelle prognostiziert, und der Nettogewinn soll sich bis 2027 mehr als verfünffachen. Bei einer Bewertung von nur zweifachen Umsatz im Voraus erscheint Intuitive Machines deutlich unterbewertet im Vergleich zu seinem Wachstumspotenzial.
Divergierende Strategien, gemeinsames Ziel
Beide Unternehmen verfolgen unterschiedliche Marktsegmente, streben jedoch dasselbe Ziel an: die vollständige Integration im Raumtransport. Rocket Lab konzentriert sich auf Startinfrastruktur und Satellitenproduktion, während Intuitive Machines den Schwerpunkt auf lunar und Near-Space-Logistiknetzwerke legt. Beide zeigen, wie spezialisiertes Know-how zu breiteren Plattformgeschäften ausgebaut werden kann.
Aus Investmentperspektive bieten diese unterschiedlichen Ansätze verschiedene Risiko-Rendite-Profile. Rocket Lab wird mit einer Premium-Bewertung gehandelt, die seine etablierten Kundenbeziehungen und Marktposition widerspiegelt. Intuitive Machines bietet mit einem niedrigeren Einstiegswert und deutlich steilerem Wachstumspotenzial eine attraktive Chance, insbesondere im Hinblick auf die Skalierung lunarer und Near-Space-Operationen.
Investitionsüberlegungen für 2026
Keines der beiden Unternehmen stellt eine klassische Blue-Chip-Defensivanlage dar. Beide sind stark von Regierungsaufträgen abhängig, was regulatorische und Haushaltszyklen beeinflusst. Mit zunehmender Reife und Diversifizierung des kommerziellen Raumfahrtmarktes jenseits der frühen staatlichen Unterstützung nehmen diese Firmen jedoch eine zunehmend verteidigungsfähige Wettbewerbsposition ein.
Die Investitionsentscheidung für diese Aktien hängt vor allem vom Glauben an die langfristige Entwicklung des kommerziellen Raumfahrtmarktes ab. Wer an eine nachhaltige Expansion bei Satellitenstarts, lunarer Ressourcenutzung und Near-Space-Infrastruktur glaubt, findet in beiden Unternehmen attraktive Wachstumschancen und sich entwickelnde Geschäftsmodelle innerhalb der aufkommenden Raumtransportwirtschaft.