Optimistische Produktionsdaten treiben die Wall Street Rally an, während die Aktien solide Gewinne verzeichnen

Der Aktienmarkt lieferte am Montag ermutigende Ergebnisse, wobei die wichtigsten Indizes trotz einiger Gewinnmitnahmen nahe dem Marktende Gewinne verzeichneten. Ein optimistischer Wirtschaftsbericht lieferte den Hauptimpuls für die Rallye und trieb Händler in Aktien verschiedener Sektoren. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 515,19 Punkte bzw. 1,1 % und schloss bei 49.407,66, während der Nasdaq um 130,29 Punkte bzw. 0,6 % auf 23.592,11 kletterte. Der S&P 500 stieg um 37,41 Punkte bzw. 0,5 % auf 6.976,44, wobei die Überperformance des Dow auf starke Dynamik bei Industrie- und Finanzaktien zurückzuführen ist.

Produktionswachstum übertrifft 12-Monats-Tief

Der Haupttreiber für die Marktstimmung am Montag war der neueste Produktionsbericht des Institute for Supply Management. In einer überraschenden Wende stieg der ISM Manufacturing Index im Januar auf 52,6 von 47,9 im Dezember und markierte damit den ersten Monat der Expansion nach 12 Monaten. Ein PMI-Wert über 50 signalisiert Wirtschaftswachstum im Fertigungssektor, und Ökonomen hatten nur eine moderate Verbesserung auf 48,5 erwartet. Diese positive Datenpunkt übertraf die Erwartungen deutlich und deutet darauf hin, dass die Fertigungsaktivität nach einer längeren Kontraktionsphase wieder an Schwung gewinnt.

Die stärker als erwarteten Produktionszahlen halfen den Marktteilnehmern, unmittelbare Sorgen zu übersehen, die sonst die Stimmung belasten könnten. Die Daten unterstrichen Anzeichen wirtschaftlicher Widerstandsfähigkeit, die in den Überlegungen der Federal Reserve zu zukünftigen Zinspolitiken eine Rolle spielen könnten.

Geopolitische Entspannung und Handelsentwicklungen stärken die Stimmung

Neben den ermutigenden Wirtschaftsindikatoren schöpften Händler Kraft aus sich verbessernden geopolitischen Bedingungen. Berichte deuteten darauf hin, dass die USA und Iran auf einen Dialog zu Nuklearverhandlungen zusteuern, was die Sorgen über potenzielle Konflikte milderte, die zuvor die Märkte verunsichert hatten.

Präsident Donald Trump kündigte außerdem einen bedeutenden Handelserfolg über Truth Social an und enthüllte eine neu ausgehandelte Vereinbarung mit Indien nach Gesprächen mit Premierminister Narendra Modi. Demnach würde die USA ihre gegenseitigen Zölle auf Indien von 25 % auf 18 % senken, während Indien angeblich zusicherte, Zölle und nichttarifäre Handelshemmnisse gegen amerikanische Waren abzubauen. Diese Entwicklung sorgte für optimistische Stimmung im Handel und signalisierte mögliche Fortschritte bei der Beilegung langjähriger Handelsstreitigkeiten.

Sektordisparitäten und regionale Marktdynamik

Einzelne Sektoren zeigten am Tag unterschiedliche Leistungen. Fluggesellschaften waren die klaren Gewinner, mit einem Anstieg des NYSE Arca Airline Index um 4,3 %. Auch Computerhardware-Aktien waren stark beteiligt, mit einem Anstieg des NYSE Arca Computer Hardware Index um 4,2 %. Banken- und Halbleiteraktien zeigten beträchtliche Stärke und profitierten vom allgemeinen Marktmomentum. Energiewerte hingegen entwickelten sich gegen den Trend und fielen im Zuge eines deutlichen Rückgangs der Rohölpreise.

Außerhalb der US-Märkte zeigten internationale Börsen gemischte Signale. Die Aktienmärkte Asiens-Pacifics gerieten am Montag ins Stocken, wobei der Nikkei 225 in Japan um 1,3 % fiel und der Shanghai Composite in China um 2,5 % abstürzte. Die europäischen Märkte hingegen legten im Verlauf des Handelstages zu. Der FTSE 100 im Vereinigten Königreich stieg um 1,2 %, der DAX in Deutschland um 1,0 % und der CAC 40 in Frankreich um 0,7 %.

Im Rentenmarkt gerieten Staatsanleihen unter Verkaufsdruck, nachdem sie zunächst Stärke gezeigt hatten, wobei die Rendite der zehnjährigen Benchmark-Anleihe um 3,4 Basispunkte auf 4,275 % stieg.

Was kommt als Nächstes: Fokus auf Arbeitsmarktbericht

Trotz des positiven Marktumfelds blieben Händler vorsichtig, größere Positionen vor einem wichtigen Wirtschaftsbericht einzugehen. Der monatliche Beschäftigungsbericht des Arbeitsministeriums, der für Freitag geplant ist, gilt als potenzieller Markttreiber. Es wird erwartet, dass die Beschäftigung im Januar um 70.000 Jobs steigt, verglichen mit 50.000 im Dezember. Sollten die Zahlen in eine der beiden Richtungen deutlich überraschen, könnten sie die Erwartungen hinsichtlich des Zinsverlaufs neu justieren und Volatilität auslösen.

Die Händler schienen damit zufrieden, die Gewinne vom Montag zu konsolidieren und auf die Beschäftigungsdaten zu warten, bevor sie aggressivere Schritte unternehmen. Das Dienstag-Meeting könnte durch Arbeitsmarktdaten zu offenen Stellen im Dezember beeinflusst werden und die Bühne für eine datengestützte Woche in den Finanzmärkten bereiten.

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