Strive und Semler: Wenn die Begeisterung der Investoren auf die Realität der Reverse-Splits trifft

Der Zusammenschluss von Semler Scientific und Strive sollte eine positive Nachricht für die Krypto-Schatzkammer sein. Die Vereinigung der beiden Unternehmen wird einen der größten institutionellen Bitcoin-Besitzer der Welt schaffen. Doch dieses Projekt erwies sich als eine Art Test für die Investorenwille und Geduld. Der Enthusiasmus, der bei solchen strategischen Schritten üblicherweise mitkommt, reichte nicht aus, um den Schock über die unerwartete Entscheidung des Managements auszugleichen.

Groß angelegte Transaktion und interne Umwandlungen

Die Aktionäre von Strive (ASST) haben den Erwerb von Semler Scientific (SMLR) offiziell genehmigt und damit 5 048 Bitcoin in das Portfolio des Unternehmens aufgenommen. Nach Abschluss der Fusion wird die kombinierte Struktur fast 12 798 BTC besitzen — eine Menge, die die Reserven von Tesla und Trump Media & Technology Group übertrifft. Mit diesem Wert wird das Unternehmen den 11. Platz unter den Unternehmensbesitzern von Kryptowährungen weltweit einnehmen.

Die Operation umfasste den letzten eigenständigen Kauf von Strive — 123 BTC zu einem Preis von 11,3 Millionen US-Dollar (durchschnittlicher Preis 91 561 US-Dollar pro Coin). Diese Zahlen unterstreichen die Ambitionen des Asset-Consolidation-Projekts.

Wenn ein Split zu einer unangenehmen Überraschung wird

Mit der Ankündigung der Genehmigung des Deals informierte das Unternehmen über eine einseitige Entscheidung zur Rückumwandlung der Aktien im Verhältnis 1 zu 20. Dieser Schritt führte zu einem erheblichen Kursrückgang beider Papiere. Die Strive-Aktien fielen auf 0,90 US-Dollar und setzten den Rückgang um 12 % fort, während die Papiere von Semler 10 % unter den vorherigen Niveaus schlossen.

Mett Cole, CEO und Vorstandsvorsitzender, verteidigte diese Entscheidung als eine, die „keinen Einfluss auf die Bewertung des Unternehmens hat“, gleichzeitig aber Türen für institutionelle Investoren öffnet. Ben Verkman, Chief Investment Officer von Strive, bemerkte, dass der Split darauf abzielt, den Aktienkurs an die Standards anzupassen, die bei großen Finanzakteuren üblich sind.

Trotz der Logik des Managements erwies sich die Bewertung durch die Aktionäre als strenger. Die anhaltenden Kursverluste unter einem Dollar gegen Ende der vorherigen Quartale hatten bereits das Vertrauen in das Papier erschüttert, und der plötzliche Split-Manöver wurde als Zeichen der Verzweiflung gewertet.

Druck der Konsolidierung im digitalen Asset-Sektor

Die Fusion von Strive und Semler ist nicht nur eine Unternehmensvereinbarung, sondern ein Symptom eines systemischen Problems, mit dem Unternehmen im Bereich digitaler Assets konfrontiert sind. Die Investoren-Emotionen in diesem Segment erlebten einen rapiden Rückgang parallel zum Preisverfall bei Kryptowährungs-Assets. Viele Marktteilnehmer werden derzeit deutlich unter dem Nettovermögen ihrer Bitcoin-Reserven bewertet, was die Möglichkeiten zur Kapitalbeschaffung für die Erweiterung der Bestände einschränkt.

Angesichts solcher Herausforderungen sind Unternehmen gezwungen, auf alternative Strategien zurückzugreifen. Fusionen und die Integration von Vermögenswerten sind einige der wenigen verfügbaren Instrumente, um die Operationen zu skalieren und die Marktwahrnehmung zu verbessern.

Monetarisierung und Entlastung des Kreditdrucks bei den Minern

Strive kündigte Pläne an, die medizinische Diagnostik-Sparte von Semler Scientific zu kapitalisieren. Außerdem beabsichtigt das Unternehmen, etwa 120 Millionen US-Dollar an Schulden, die mit der Zielgesellschaft verbunden sind, zu regeln. Dies umfasst eine wandelbare Anleihe in Höhe von 100 Millionen US-Dollar und einen Kredit in Höhe von 20 Millionen US-Dollar von Coinbase.

Gleichzeitig versicherte das Management, dass die Unternehmensstruktur vereinfacht wird, mit Fokus auf Bitcoin-Operationen und Gewinngenerierung. Diese Strategie soll es dem Unternehmen ermöglichen, den Fokus auf das Kerngeschäft zu bewahren und gleichzeitig Synergien mit der übernommenen medizinischen Komponente zu nutzen.

Fazit: Wenn Handlungen den Erwartungen nicht entsprechen

Die Geschichte von Strive und Semler zeigt das Paradoxon des modernen Krypto-Geschäfts. Der Enthusiasmus der Investoren kann schnell verfliegen, wenn das Management unorthodoxe Entscheidungen trifft, selbst wenn diese aus finanzieller Sicht logisch erscheinen. Das endgültige Ergebnis der Fusion der beiden Unternehmen wird genau beobachtet werden. Der Erfolg dieses Projekts hängt nicht nur von den kumulierten Bitcoin-Reserven ab, sondern auch von der Fähigkeit des Managements, das Vertrauen und den Enthusiasmus in dieses Unternehmen wiederherzustellen.

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