Polymarket setzt auf Risiko im Iran-Politik: Wahrscheinlichkeit, dass Khamenei im Laufe des Jahres zurücktritt, steigt auf 56%

GateNews

Dezentrale Prognosemärkte Polymarket haben kürzlich eine selten hohe Risikobewertung für die politische Lage im Iran abgegeben. Neueste Daten zeigen, dass die Trader die Wahrscheinlichkeit, dass der oberste Führer des Iran, Khamenei, bis Ende dieses Jahres zurücktreten wird, auf 56% erhöht haben, was innerhalb weniger Tage um etwa 21 Prozentpunkte nach oben korrigiert wurde.

Die Wende in der Marktstimmung steht in engem Zusammenhang mit externen Schocks und internen Unruhen. Letzte Woche löste die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro durch die US-Armee im Nahen Osten starke Erschütterungen aus. Der Iran und Venezuela sind langjährige Verbündete, die in Bereichen wie Energie und Sanktionierung eng zusammenarbeiten. Dieses Ereignis wird als eine Art „Demonstration von Regierungsrisiken“ in der Realität angesehen, was Teheran äußerst wachsam macht.

Auf nationaler Ebene führte die drastische Abwertung der iranischen Währung zu anhaltenden Protesten. Das in den USA ansässige HRANA-Berichtsteam meldete, dass die Demonstrationen sich auf 27 von 31 Provinzen und 88 Städte ausgedehnt haben, mit mehreren Todesfällen und zahlreichen Festnahmen. Die iranischen Behörden beschuldigen die Protestierenden, von äußeren Kräften angestachelt zu werden, und verstärken die Sicherheitsmaßnahmen, was die Erwartungen auf eine Eskalation der Lage weiter anheizt.

Auch externer Druck treibt die Risikoprämien nach oben. Trump hat kürzlich mehrfach Stellung zur iranischen Lage bezogen und gewarnt, dass die Unterdrückung der Proteste eine starke Reaktion auslösen könnte. Benjamin Netanjahu hat öffentlich seine Unterstützung für die iranischen Protestierenden zum Ausdruck gebracht, was ebenfalls als Signal gewertet wird, dass die Führung im Iran sich „eingekreist“ fühlt.

Laut den Daten von Polymarket setzen die Trader nicht auf einen schnellen Zusammenbruch Irans in naher Zukunft. Die entsprechenden Verträge zeigen, dass die Wahrscheinlichkeiten zu verschiedenen Zeitpunkten allmählich steigen, was darauf hindeutet, dass der Markt eher auf eine „langfristige Instabilität“ als auf eine sofortige Veränderung setzt. Zudem zeigt ein anderer Vertrag, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Präsident Masoud Pezeshkian im Laufe des Jahres zurücktritt, bei etwa 51% liegt, wobei mehr als 60% der Trader auf eine Beibehaltung des Status quo setzen.

Analysten weisen darauf hin, dass der Iran kein Venezuela ist. Die iranische Islamische Revolutionsgarde verfügt über ein umfangreiches regionales Netzwerk und militärische Fähigkeiten im Nahen Osten, und der Sprecher Mohammad Bagher Ghalibaf warnte, dass jede externe Aktion Gegenmaßnahmen auslösen werde. Insgesamt wirkt die von Polymarket angegebene Wahrscheinlichkeit von 56% eher wie eine Münze, die in die Luft geworfen wird, und symbolisiert, dass die politische Lage im Iran an einem hochgradig unsicheren Scheideweg steht.

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