CZs neues Buch „Binance-Leben“ deckt die Hintergründe der FTX-Pleite auf: Er hatte nie ernsthaft vor, es zu übernehmen, und die Absichtserklärung war nur Formsache

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Zhao Changpeng (CZ) veröffentlicht ein neues Buch mit dem Titel „Binance Life“ und deckt auf, dass er damals den Erwerb von FTX nie ernsthaft in Erwägung gezogen hat. Die Unterzeichnung eines Absichtsschreibens sei nur eine Formsache gewesen, und er macht direkt dafür verantwortlich, dass die Token-unteren Preisniveaus offengelegt wurden, was zum Zusammenbruch führte. Außerdem blickt das Buch auf die Entwicklung von Binance zurück sowie den Werdegang, mit dem er sich mit regulatorischen Herausforderungen auseinandersetzen musste.

CZ neues Buch enthüllt FTX-Kollaps und Details des geplanten Erwerbs

Das neue Buch von Binance-Gründer Zhao Changpeng (CZ) mit dem Titel „Binance Life: Erinnerungen an Glück, Widerstandskraft und den Schutz der Nutzer“ (Freedom of Money) ist offiziell erschienen. Darin werden erstmals viele Details hinter den Kulissen des FTX-Konkurses im Jahr 2022 offengelegt.

Laut einem Bericht von CoinDesk sagt Zhao Changpeng in dem Buch, dass der damalige Gründer von FTX, Sam Bankman-Fried (SBF), in einem Telefonat bei ihm um Dutzende Milliarden US-Dollar an Mitteln gebeten habe, als wäre es, als würde man ihm ein Bologna-Sandwich abverlangen—sehr locker und beiläufig.

Er verrät: „Ich habe keinerlei Interesse daran, FTX zu besitzen, und auch kein besonderes Interesse daran, SBF zu helfen. Aber um Nutzer und die Branche zu schützen, müssen wir möglicherweise eingreifen. Ich habe ganz klar gesagt, dass wir keine Zusagen machen werden. Unser Team wird die relevanten Daten bewerten und dann eine Entscheidung treffen.“

Bei der Suche nach den wahren Ursachen des FTX-Zusammenbruchs richtet Zhao Changpeng die Kritik auf den CEO von Alameda Research, den Market-Maker, der mit der FTX-Börse zu tun hat: Caroline Ellison.

Er ist der Ansicht, dass Ellison damals der Öffentlichkeit vorschlug, die von Binance gehaltenen FTT-Token für 22 US-Dollar zu kaufen, ein fataler Fehler gewesen sei—gleichbedeutend damit, dass der Markt das untere Preisniveau offenlegte.

Professionelle Trader gingen sofort in großem Umfang auf Short-Positionen, was dazu führte, dass der FTT-Preis schnell einbrach—auf 15 US-Dollar und sogar auf 5 US-Dollar. Innerhalb von nur 72 Stunden flohen 6 Milliarden US-Dollar aus FTX.

Bildquelle: commons.wikimedia, CointelegraphFTX-Börse ehemaliger CEO SBF

Rückblick auf den FTX-Konkurs: Von Vermögenszweifeln bis zum Scheitern des Erwerbs

Beim Rückblick auf den FTX-Konkurs war der Auslöser ein Bericht, den das Medium CoinDesk am 3. November 2022 veröffentlichte. Darin wurde aufgedeckt, dass die Bilanz von Alameda Research ein Problem habe: Von ihren 14,6 Milliarden US-Dollar Vermögenswerten entfielen bis zu 40% auf den von FTX ausgegebenen Plattform-Token FTT. Das löste auf dem Markt die Sorge aus, dass es an Liquidität mangelt und dass die Verbindlichkeiten die Vermögenswerte übersteigen.

Im Anschluss gab Zhao Changpeng am 7. November aus Überlegungen zum Risikomanagement bekannt, die von Binance gehaltenen FTT abzustoßen. Das verschärfte die Marktpanik und führte zu einer Welle von Abhebungen im Rahmen von „Bank Runs“.

Mit Blick auf die Liquiditätskrise gab SBF am 9. November bekannt, dass eine strategische Vereinbarung mit Binance getroffen worden sei. Binance erklärte jedoch schon bald, dass man nach einer Due-Diligence-Prüfung unter Berücksichtigung von Meldungen darüber, dass FTX Gelder von Kunden unangemessen behandelt haben soll und zudem Ermittlungen durch US-Institutionen anstehen, am 10. November offiziell auf den Erwerb verzichte.

Da die Finanzierungslücke nicht geschlossen werden konnte, beantragte FTX schließlich am 11. November in den USA Insolvenz zur Restrukturierung. Auch SBF trat daraufhin von seinem Amt zurück.

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Freedom of Money: Barrieren des „Vertriebs/der Verbreitung von Geld“ durchbrechen

Neben dem Enthüllen der Hintergründe des FTX-Konkurses dokumentiert „Binance Life“ auch den Lebensweg von Zhao Changpeng und die Entwicklungsgeschichte von Binance.

Das Buch blickt darauf zurück, wie Zhao Changpeng aus dem ländlichen China nach Kanada zog und 2017 Binance gründete. Er baute das Unternehmen zu der weltweit größten Krypto-Währungsbörse aus, die 2026 auf eine Bewertung von 100 Milliarden US-Dollar kommen und mehr als 300 Millionen Nutzer haben soll.

Im Buch heißt es, dass CZ die Herausforderungen durch die Regulierung gelassen in Angriff nahm. Es wird auch seine Erfahrung festgehalten, als er wegen Verstoßes gegen das US-Bankgeheimnisgesetz zu vier Monaten Haft verurteilt wurde. Er betont, dass die entsprechenden Vorwürfe keinen Betrug oder Geldwäsche betrafen; Binance zahlte dafür eine Geldstrafe in Höhe von 4,3 Milliarden US-Dollar.

Zur Bedeutung des englischen Buchtitels Freedom of Money erklärt Zhao Changpeng, dass „Geldfreiheit“ bedeutet, dass Kryptowährungen die Barrieren des traditionellen Finanzsystems überwinden können.

Er ist fest davon überzeugt, dass Kryptowährungen eine entscheidende Rolle dabei spielen können, die globale finanzielle Erreichbarkeit auszuweiten, insbesondere um Menschen in Entwicklungsländern zu helfen, denen es an Bank-Infrastruktur mangelt. So können sie grenzüberschreitend Gelder transferieren, lokalen Währungsschwankungen entgegentreten und in den globalen Finanzmarkt eintreten.

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