Gate News-Nachrichten: Am 6. April stellte Goldman Sachs fest, dass es zwar weltweit noch keine Ölknappheit gibt, aber es zunehmend mehr Anzeichen dafür gibt, dass der Druck sich weiter überträgt; im schlimmsten Fall werden lokale Ölknappheit und ein sprunghafter Preisanstieg zwangsläufig immer stärker. Laut dem Bericht von Goldman Sachs zeigte sich die unmittelbare Auswirkung dieser Versorgungsunterbrechungs-Krise in Asien am deutlichsten, da in mehreren Ländern dieser Region die Abhängigkeit von der Einfuhr von Fertigprodukten aus dem Persischen Golf (dem Bereich, in dem die für den globalen Öltransport wichtige Straße von Hormus liegt) besonders hoch ist.
Trotzdem hat Goldman Sachs diese Krise nicht direkt als „strukturelle Versorgungskrise“ eingestuft. So verfügen große Volkswirtschaften wie Japan weiterhin über reichliche strategische Reserven und haben daher mehr Spielraum, um dem Sturm zu trotzen. Goldman Sachs ist der Ansicht, dass der breitere Markt weiterhin eine gewisse Flexibilität bewahren kann, indem er Handelsrouten neu ausrichtet und Lagerbestände abbaut. Goldman Sachs glaubt, dass die Welt sich vorerst nicht in einer Sackgasse befindet, in der das Öl ausgeht; zumindest ist dies derzeit noch nicht der Fall. Wenn der Sturm mit einer Unterbrechung der Straße von Hormus jedoch lange andauert, wird sich lokale Ölknappheit und ein Preisanstieg zwangsläufig noch stärker zuspitzen, insbesondere in den Regionen, die am stärksten von Importen abhängig sind.