Die Einführung von US-DAOs nimmt zu, da Alabama juristischen Status und Haftungsschutz für dezentrale gemeinnützige Organisationen gewährt.
Der US-Bundesstaat Alabama hat ein neues Gesetz unterzeichnet, das eine Struktur für dezentrale gemeinnützige Gruppen einführt, die mit Smart Contracts arbeiten. Gesetzgeber wollen Klarheit für Organisationen schaffen, die ohne traditionelles Management funktionieren. Die Maßnahme bringt Alabama außerdem in eine kleine Gruppe von US-Bundesstaaten, die ihre Gesetze an sich abzeichnende Modelle der Krypto-Governance anpassen.
Alabama hat offiziell blockchainbasierte gemeinnützige Organisationen anerkannt und ihnen damit eine rechtliche Grundlage gegeben. Gouverneur Kay Ivey hat SB 277 unterzeichnet und damit das Gesetz verabschiedet, das dezentrale nicht eingetragene gemeinnützige Vereinigungen (DUNAs) formell anerkennt.
Durch diese Gesetzgebung schafft der Staat einen rechtlichen Rahmen für Gruppen, die auf Blockchain-Systeme und automatisierte Governance-Tools setzen. Der von Senator Lance Bell verfasste Gesetzentwurf definiert eine DUNA als eine Organisation mit mindestens 100 Mitgliedern, die durch gegenseitige Vereinbarung zusammengeschlossen sind.
Darüber hinaus können diese Rechtsträger Eigentum besitzen und an umsatzgenerierenden Aktivitäten teilnehmen. Allerdings dürfen Gewinne nicht an Mitglieder ausgeschüttet werden, wodurch ihr gemeinnütziger Status erhalten bleibt.
Haftungsschutz ist ein zentraler Bestandteil des Gesetzes. Wie im Gesetzesentwurf beschrieben, sind Mitglieder im Allgemeinen vor einer persönlichen Verantwortung für die Verpflichtungen des Vereins geschützt. Diese Bestimmung greift ein seit langem bestehendes Anliegen von Teilnehmern an dezentralen Organisationen auf, die ohne klare rechtliche Absicherung arbeiten.
Das Gesetz soll am 1. Oktober 2026 in Kraft treten. Sobald es aktiv ist, wird es einen formellen Weg für blockchain-native Communities bieten, innerhalb des Landesrechts zu operieren.
Indem Alabama den Gesetzentwurf unterzeichnet, wird der Bundesstaat zum zweiten US-Bundesstaat, der eine rechtliche Anerkennung für DAO-ähnliche Rechtsträger gewährt. Wyoming setzte 2024 den Präzedenzfall, als Gouverneur Mark Gordon ein ähnliches Gesetz verabschiedete. Der Staat hatte bereits 2021 die erste rechtlich anerkannte DAO genehmigt und lag damit in Bezug auf eine frühe Einführung vorn.
Branchenvertreter sehen Alabamas Entscheidung als Teil eines breiteren Wandels in der US-Politik. Miles Jennings von a16z Crypto bezeichnete das Gesetz als zeitgemäß und hob hervor, dass es dezentralen Gruppen ermöglicht, mit größerer Sicherheit zu bauen und Verträge abzuschließen. Er fügte hinzu, dass klare inländische Rahmenwerke zunehmend relevanter werden, während die föderale Krypto-Gesetzgebung voranschreitet.
Wirksame Politik kann der Technologie hinterher aufholen.
Heute hat Alabama genau das erreicht, indem es den DUNA Act erlassen hat.
Dezentrale Governance ist entscheidend für die Zukunft von Krypto – sie ist einer der zentralen Bausteine in der Gesetzgebung zur Marktstruktur.
Aber Marktstruktur löst nicht das Rechtliche… https://t.co/jM6TtmNAYc
— miles jennings (@milesjennings) April 1, 2026
Das Wachstum dezentraler Organisationen liefert zusätzlichen Kontext für die Bedeutung des Gesetzes. Mehr als 13.000 DAOs sind weltweit im Einsatz und verwalten (Stand 2025) über 24,5 Milliarden US-Dollar an Treasury-Assets. Die durchschnittliche Treasury-Größe liegt bei rund 1,2 Millionen US-Dollar, wobei Netzwerke, die mit Ethereum und seinen Layer-2-Ökosystemen verbunden sind, die Mehrheit dieser Organisationen beherbergen.