Das US-Justizministerium (DOJ) hat 10 Krypto-Manager wegen Wash-Trading-Vorwürfen angeklagt. Drei CEOs wurden aus Singapur ausgeliefert. So ist es passiert.
Das US-Justizministerium hat 10 ausländische Krypto-Manager und Mitarbeiter in einem umfassenden Fall wegen Marktmanipulation angeklagt.
Laut dem DOJ sollen die Angeklagten koordinierte Wash-Trading-Schemen betrieben haben, um Token-Preise aufzublähen und gefälschte Handelsvolumina zu erzeugen. Staatsanwälte sagten, die Firmen hätten diese Token später zu künstlich hohen Preisen an nichtsahnende Anleger verkauft.
Der Fall umfasst vier Krypto-Market-Making-Firmen und beinhaltet Festnahmen, Schuldbekenntnisse und mehr als 1 Million US-Dollar an beschlagnahmten Krypto-Assets. Außerdem erschienen drei Angeklagte, darunter zwei CEOs, nach der Auslieferung aus Singapur in einem Bundesgericht in Oakland.
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Laut der DOJ-Pressemitteilung gehören die angeklagten Firmen zu Gotbit, Vortex, Contrarian und Antier.
Staatsanwälte erklärten, Mitarbeiter dieser Firmen hätten als illegale Market Maker für mehrere Kryptowährungstoken gearbeitet. Sie sollen übereinstimmende Kauf- und Verkaufsaufträge platziert haben, um eine scheinbare Marktaktivität zu erzeugen.
Diese Praxis, bekannt als Wash Trading, ließ die Token erscheinen, als seien sie flüssiger und beliebter.
Dadurch nahmen externe Investoren falsche Nachfragesignale wahr und gingen Positionen zu aufgeblähten Preisen ein. Das DOJ sagte, die Firmen hätten anschließend geplant, ihre eigenen Bestände in diese erzeugte Stärke hinein zu verkaufen.
Die Ermittlungen verbinden die Schemen mit mehreren separaten Anklagen, die zwischen März und September 2025 eingereicht wurden.
Zusätzlich zu den neuen Festnahmen hatten bereits zwei Angeklagte in verwandten Fällen ein Schuldbekenntnis abgelegt. Das DOJ bestätigte außerdem, dass US-Behörden bereits Verurteilungen im Zusammenhang mit der umfassenderen Untersuchung erwirkt haben.
Ein großer Teil des Falls kam von einer verdeckten FBI-Operation.
Laut dem DOJ haben Bundesbeamte mehrere Kryptotoken erstellt, um illegales Handelsverhalten aufzudecken. Diese Konstellation ermöglichte es den Ermittlern, direkt zu beobachten, wie mutmaßliche Market Maker Preis und Volumen manipulierten.
Das DOJ sagte, die Angeklagten hätten in den Schemen ein ähnliches Vorgehensmodell befolgt. Sie sollen Trades zwischen verbundenen Konten koordiniert haben, sodass dieselben Parteien sowohl als Käufer als auch als Verkäufer auftraten.
Als Ergebnis zeigten die Token eine irreführende Aktivität, die für den Markt organisch aussah.
Zusätzlich unterstützte die Einheit IRS Criminal Investigation die Untersuchung.
Die Behörden konzentrierten sich auf betrügerische Inflation von Krypto-Volumen, eine Taktik, die Regulierer zunehmend ins Visier nehmen. Das DOJ wies darauf hin, dass die Operation speziell auf illegales Wash Trading in der Krypto-Branche abzielte.
10 Foreign National Executives and Employees of Four Different Cryptocurrency Financial Services Firms Are Charged by @USAO_NDCA With Orchestrating Fraud Schemes to Artificially Inflate the Trading Volume and Price of Cryptocurrencies. Three defendants, including 2 CEOs, were…
— U.S. Department of Justice – International (@USDOJ_Intl) March 31, 2026
Der Fall hat auch eine internationale Durchsetzungsdimension.
Laut dem DOJ halfen Behörden in Singapur dabei, den Vortex-CEO Gleb Gora, den Contrarian-CEO Manu Singh und Vasu Sharma festzunehmen. Alle drei befinden sich derzeit weiterhin in Bundeshaft in den Vereinigten Staaten.
Frühere verwandte Festnahmen betrafen Mitarbeiter mit Bezug zu Gotbit, darunter Antoine Tsao und Nemanja Popov. Gerichtsakten, die das DOJ zitierte, zeigen, dass beide später in separaten Verfahren ein Schuldbekenntnis ablegten.
Daher scheint es, dass die Staatsanwälte nun ein breiteres Musterverfahren rund um Krypto-Markmanipulationsdienstleistungen aufbauen.
Bei einer Verurteilung könnte jeder Angeklagte pro Verstoß mit bis zu 20 Jahren Gefängnis rechnen. Außerdem könnten ihnen für jeden Anklagepunkt Geldstrafen von bis zu 250.000 US-Dollar drohen.
Das DOJ stellte jedoch klar, dass alle Angeklagten weiterhin als unschuldig gelten, sofern nicht vor Gericht die Schuld bewiesen wurde.