Hyperliquid-Wal eröffnet einen 53-Millionen-Dollar Bitcoin-Short: Sollten Trader darauf achten?

Cointelegraph
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Kernaussagen:

  • Der 53-Millionen-Dollar-Bitcoin-Short eines Hyperliquid-Whales und seine Wetten gegen Silber deuten auf einen vorsichtigen Ausblick für die globalen Märkte hin.

  • Händler bleiben diese Woche angespannt, da der US- und Israel-Iran-Krieg sowie die anstehenden US-Arbeitsmarktdaten ein risikoscheues Verhalten auslösen.

Der Bitcoin-Preis (BTC) hat sich vom Tief am Sonntag bei $65.000 erholt, konnte aber am Montag nicht über $67.000 Fuß fassen und sich hält. Damit folgte er den bescheidenen Intraday-Verlusten, die im S&P 500 Index zu sehen waren. Trotz erster Entkopplungszeichen, die Bitcoin begünstigten, hat ein Whale kürzlich eine massive $53 Millionen BTC-Short-Position auf Hyperliquid eröffnet.

Mit einem Liquidationspreis von $80.630 lässt die Größe der bärischen Wette Händler die Logik hinter der Positionierung hinterfragen.

Hyperliquid whale 0x007d76c0ba…443d967a0 position. Quelle: CoinGlass

Der Hyperliquid-Whale, identifiziert durch die Adresse 0x007d76c0ba…443d967a0, startete am Sonntag den gehebelten Short und hat seitdem nachgelegt, trotz der Preisvolatilität von Bitcoin. CoinGlass-Daten zeigen, dass dieselbe Einheit eine breitere makroökonomische Strategie verfolgt: Sie hält einen $7 Millionen gehebelten Long auf Brent-Öl, einen $10 Millionen Short auf Silber und einen $21 Millionen Short über verschiedene Altcoins hinweg, darunter Ether (ETH).

Bitcoin-Preis festgenagelt wegen Krieg und ins Stocken geratener Regulierung

Der US- und Israel-Iran-Krieg dominiert seit dem vergangenen Monat die Schlagzeilen, denn die Region ist entscheidend für globale Energieversorgung und Logistik. Die Preise für Brent-Rohöl erreichten am Montag $107 pro Barrel, ein Plus von 48% gegenüber Ende Februar. Da fast die Hälfte der Silbernachfrage industriell ist, würde ein breiterer wirtschaftlicher Rückschlag durch den Krieg voraussichtlich den Preis drücken, was den bärischen Standpunkt des Whales gegenüber dem Metall erklären könnte.

_S&P 500 Futures (links) vs. Bitcoin/USD (rechts). Quelle: _TradingView

Händler warfen am Freitag risikobehaftete Assets ab, weil sie eine mögliche US-Invasion von Iran am Wochenende befürchteten. Die Märkte bleiben angespannt nach Beiträgen von US-Präsident Donald Trump, der „große Fortschritte“ bei einem Deal behauptete, während er zugleich drohte, Irans Energie-Infrastruktur in die Luft zu sprengen.

Neben dem Krieg im Nahen Osten sorgen sich Krypto-Investoren auch darüber, dass regulatorischer Druck die Risikobereitschaft institutioneller Investoren abwürgen könnte. Pierre Rochard, CEO der The Bitcoin Bond Company, warnte, dass den Behörden ein klarer Rahmen fehle, wie Aktivitäten im Zusammenhang mit Bitcoin reguliert werden sollten. Ein Vorschlag der Finanzregulierer vom 19. März bot keinerlei Klarheit zu Bitcoin oder digitalen Assets und ließ die Branche damit in einer rechtlichen Grauzone.

US-Abgeordnete veröffentlichten am Donnerstag einen Entwurf für ein Gesetz mit dem Titel „Digital Asset PARITY Act“, der darauf abzielt, den Internal Revenue Code umzustellen, um zu klären, wie digitale Assets besteuert werden. Conner Brown, Managing Director am Bitcoin Policy Institute, merkte jedoch an, dass der Vorschlag keine Berichtspflichten und Steuerbefreiungen für kleine Bitcoin-Transaktionen enthält. Außerdem soll der Entwurf keine Lösungen für die steuerliche Behandlung des Bitcoin-Minings bieten.

Strategy (MSTR US) Unternehmensankäufe von Corporate Bitcoin. Quelle: Strategy

Ein weiterer möglicher Auslöser für eine kurzfristige Bärensicht ist das wahrgenommene Fehlen von Bitcoin-Käufen durch Strategy (MSTR US) nach 13 aufeinanderfolgenden Wochen der Aktivität. Diese Spekulation wirkt jedoch dünn, denn das Unternehmen hat kürzlich massive Kapitalbeschaffungsprogramme in Höhe von insgesamt $44,1 Milliarden vorgestellt, um künftige Bitcoin-Käufe zu finanzieren, darunter seine Stretch (STRC US) Perpetual-Yield-Stock.

US Nonfarm Payrolls monatliche Veränderung. Quelle: AdvisorPerspectives

Bitcoin-Investoren beobachten diese Woche ebenfalls die US-Labor-Daten genau. Die Umfrage zu Job Openings und Labor Turnover (JOLTS) steht am Dienstag an, gefolgt vom Bericht zu den privaten ADP-Payrolls am Mittwoch. Während Freitag ein US-Feiertag ist, wird für den März-Bericht zu den Jobs dennoch erwartet, dass er ausfällt. Händler dürften sich vor der dreitägigen Marktschließung in Richtung risikoscheuer Positionierung orientieren.

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Letztlich hängt das Schicksal von Bitcoin von der Risikobereitschaft institutioneller Anleger ab. Die Schwäche von Gold seit seinem Allzeithoch bei $5.600 am 28. Jan. könnte einen breiteren Umschichtungsprozess im Kapital anstoßen. Während die Short-Position des Hyperliquid-Whales für einen schnellen Trade sinnvoll ist, hängt ihr Erfolg weitgehend von der nächsten Wendung im US- und Israel-Iran-Krieg ab.

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