Kalshi sieht sich mit Klagen konfrontiert, da Washington und andere Bundesstaaten Vorhersagemarkt-Plattformen angreifen und Bedenken hinsichtlich Glücksspielgesetzen sowie der Bundesregulierung aufkommen.
Kalshi, eine beliebte Plattform für Vorhersagemärkte, steht in den Vereinigten Staaten unter zunehmendem rechtlichem Druck. In letzter Zeit gingen mehrere Bundesstaaten gegen ihren Betrieb vor und stuften ihn als illegales Glücksspiel ein. Infolgedessen sieht sich das Unternehmen nun mit Klagen und Einschränkungen konfrontiert. Dieser Streit wird vermutlich die Zukunft der Vorhersagemärkte beeinflussen.
Der Rechtsstreit begann damit, dass Washington eine Klage gegen Kalshi einreichte. Die Einreichung des Falls erfolgte durch den Generalstaatsanwalt Nick Brown vor einem Gericht in King County. Beamte machen geltend, dass Kalshi einen nicht lizenzierten Online-Glücksspielservice betreibe.
Kalshi sieht sich landesweiten Klagen gegenüber, da Vorhersagemärkte als „getarntes Glücksspiel“ bezeichnet werden
Der Bundesstaat Washington hat die Vorhersagemarkt-Plattform Kalshi verklagt und behauptet, sie biete Glücksspielprodukte unter dem Deckmantel von „Vorhersagemärkten“ an und verstoße damit gegen das Landesrecht. Zuvor hatte Nevada bereits gesichert a… pic.twitter.com/Ni9RAhrkz7
— Wu Blockchain (@WuBlockchain) March 28, 2026
Laut der Klageschrift stellt Kalshi Ereignisverträge bereit, die wie Wetten aussehen. Dazu gehören Vorhersagen zu Sportveranstaltungen und öffentlichen Ereignissen. Daher ist der Staat der Ansicht, dass Nutzer mit Geld auf Dinge setzen, die möglicherweise eintreffen oder auch nicht. Das erfüllt die rechtliche Definition von Glücksspiel im Landesrecht.
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Darüber hinaus führt die Klage Verstöße gegen Verbraucherschutz- und Glücksspielgesetze an. Die Behörden wollen, dass Kalshi im Bundesstaat nicht operiert. Außerdem verweisen sie auf finanzielle Sanktionen und Erstattungen für betroffene Nutzer. Folglich könnte der Fall erhebliche finanzielle Auswirkungen auf die Plattform haben.
In der Zwischenzeit wurden die Dienstleistungen von Kalshi für Vorhersagemärkte auch von anderen Bundesstaaten ins Visier genommen. In Nevada gewährte ein Gericht am 20. März 2026 eine einstweilige Verfügung. Diese Anordnung untersagte Kalshi, weiterhin Verträge zu Sport, Wahlen und Unterhaltung anzubieten.
Ähnlich reichte der Bundesstaat Arizona im März 2026 strafrechtliche Anklagen gegen das Unternehmen ein. Beamte warfen Kalshi vor, ein illegales Glücksspielunternehmen zu betreiben, ohne dafür eine Lizenz zu haben. Daher wächst der Druck auf die Plattform in vielen Bereichen.
Darüber hinaus laufen Rechtsstreitigkeiten in New Jersey und Tennessee. In diesen Bundesstaaten erhielt Kalshi vorübergehende Unterstützung durch die Bundesregierung, um Vollstreckungsmaßnahmen auszusetzen. Allerdings sind die Berufungen noch im Gange, was bedeutet, dass weiterhin Unsicherheit besteht.
Außerdem hat Kalshi auch in New York geklagt. Das Unternehmen reichte eine Klage ein, um eine zuvor erlassene Unterlassungsanordnung zu verhindern. Das zeigt, dass der Konflikt nicht einseitig ist: Beide Seiten, die Bundesstaaten und das Unternehmen, kämpfen vor Gericht.
Im Mittelpunkt dieses Streits steht eine zentrale Rechtsfrage. Kalshi sagt, es werde von der Commodity Futures Trading Commission kontrolliert. Daher argumentiert es, dass seine Verträge Finanzprodukte seien und keine Glücksspieleinsätze. Allerdings sind die Bundesstaaten anderer Meinung und wollen es strenger handhaben.
Außerdem schauen die Gesetzgeber ebenfalls auf dieses Thema. Neue Vorschläge im Kongress zielen darauf ab, einige Vorhersagemärkte einzudämmen. Dazu gehören Verträge, die sensible Ereignisse wie Kriege und politische Ergebnisse betreffen. Infolgedessen steigt auch der Druck aus dem Bund.
Als Reaktion darauf hat Kalshi eine Reihe neuer Sicherheitsregeln auf seiner Plattform eingeführt. Beispielsweise verhindert es nun, dass politische Kandidaten und Sportler für den Handel in Bezug auf entsprechende Ereignisse gehandelt werden. Diese Schritte sind ein Versuch, die Fairness zu erhöhen und Interessenkonflikte zu minimieren.
Insgesamt zeigt der Fall von Kalshi eine zunehmende Spannung zwischen Landesgesetzen und Bundesregulierung. Da die Klagen weiterlaufen, ist es möglich, dass das Ergebnis vor die höchsten Gerichte geht. Daher könnte dieser Kampf die Funktionsweise der Vorhersagemärkte in der Zukunft prägen.