DeFi-Governanz unter Beobachtung, da die EZB Bedenken hinsichtlich der Zentralisierung äußert.

LiveBTCNews
AAVE0,27%
UNI1,38%
WAMPL3,29%

Der Bericht der EZB stellt fest, dass die DeFi-Governance stark konzentriert ist, was Bedenken hinsichtlich der Dezentralisierung und neuer regulatorischer Herausforderungen im Rahmen der MiCA-Regeln aufwirft.

Ein neuer Bericht der Europäischen Zentralbank hat ernsthafte Bedenken hinsichtlich der DeFi-Governance geäußert. Er zeigt, wie eine kleine Gruppe die Mehrheit der Entscheidungsmacht besitzt. Infolgedessen entstehen Bedenken darüber, ob DeFi wirklich dezentralisiert ist, wie behauptet wird.

EZB-Bericht: Machtkonzentration in wichtigen DeFi-Protokollen

Laut dem Arbeitspapier der EZB ist die Governance großer Protokolle immer noch stark konzentriert. Die Studie war eine Überprüfung von Aave, Makerdao, Uniswap und Ampleforth. Dabei wurde festgestellt, dass die 100 wichtigsten Adressen mehr als 80% der Governance-Tokens halten.

Ein Arbeitspapier der Europäischen Zentralbank findet, dass die DeFi-Governance stark konzentriert ist: Die Top-100-Adressen halten in Protokollen wie Aave, MakerDAO und Uniswap über 80%, wobei viele von Protokollen oder Börsen kontrolliert werden.

Delegierte dominieren das Voting, und ~1/3 der wichtigsten Wähler sind nicht identifiziert, was… pic.twitter.com/vb0v9Pl3qM

— Wu Blockchain (@WuBlockchain) 27. März 2026

Diese Erkenntnis bedeutet, dass nur wenige Inhaber die Kontrolle über wichtige Entscheidungen haben. Daher ist die Macht nicht so auf die Nutzer verteilt, wie erwartet. Stattdessen ist die Entscheidungsfindung in diesen Plattformen weiterhin bei großen Token-Inhabern konzentriert.

_Weiterführende Lektüre: _****Die EZB gibt DLT-Vermögenswerte ab März 2026 als Sicherheiten des Eurosystems frei | Live Bitcoin News

Darüber hinaus sind viele dieser Token mit Protokoll-Teams und frühen Investoren verbunden. Außerdem verfügen zentralisierte Börsen ebenfalls über riesige Token-Bestände. Allerdings ist es oft unklar, wer die Kontrolle über diese Token hat, insbesondere im Fall von Börsen, die Gelder für eine große Anzahl von Nutzern verwahren.

Weiterhin verweist der Bericht auf ein „anonymes Wählerproblem“ bei der DeFi-Governance. Viele Abstimmungsentscheidungen basieren auf Delegierten, die nicht bekannt sind. Infolgedessen können ungefähr 1/3 der Abstimmungsschlüssel in der realen Welt nicht eindeutig identifiziert werden.

MiCA-Regeln könnten DeFis Dezentralisierungsansprüche in Frage stellen

Die Ergebnisse der EZB könnten direkte Auswirkungen auf die Vorschriften für Märkte in Krypto-Assets in der Europäischen Union haben. Derzeit gewährt MiCA Befreiungen für vollständig dezentralisierte Dienste von strenger Regulierung. Der Bericht legt jedoch nahe, dass viele DeFi-Plattformen diese Anforderung möglicherweise nicht erfüllen.

Wenn diese Plattformen den Dezentralisierungstest nicht bestehen, müssen sie möglicherweise Lizenzen einholen. In der Folge wären sie verpflichtet, strikte Regeln einzuhalten, wie z. B. Kapitalanforderungen und Maßnahmen zum Verbraucherschutz. Dies könnte für anonyme Governance-basierte DeFi-Systeme erhebliche Probleme darstellen.

Zusätzlich wird in dem Bericht die Dominanz der Governance über mehrere Protokolle hinweg hervorgehoben. Das bedeutet, dass es einige große Inhaber gibt, die die Stimmrechte auf mehreren verschiedenen Plattformen kontrollieren. Beispielsweise können dieselben Entitäten Aave und andere Protokolle beeinflussen. Daher ist die Machtkonzentration im gesamten breiteren DeFi-Ökosystem verteilt.

Außerdem könnten diese Ergebnisse einen weltweiten Standard für die Krypto-Regulierung liefern. Die EZB stützte sich auf On-Chain-Daten, um Governance-Muster zu überwachen. Daher könnten Regulierungsbehörden weltweit ähnliche Methoden anwenden, um künftig die Dezentralisierung zu bestimmen.

Allerdings stellt diese Situation für politische Entscheidungsträger eine komplexe Herausforderung dar. Einerseits möchten sie die Nutzer schützen und Transparenz sicherstellen. Andererseits könnte es einen Widerspruch geben zwischen strengen Regeln und der offenen sowie codebasierten Natur von DeFi-Systemen.

Insgesamt zeigt der EZB-Bericht, dass die DeFi-Governance weniger dezentralisiert ist, als man erwarten könnte. Eine kleine Gruppe hat die meiste Macht, wobei viele Wähler anonym bleiben. Daher könnten zukünftige Regulierungen die Funktionsweise von DeFi-Plattformen auf der gesamten Welt verändern.

Disclaimer: The information on this page may come from third parties and does not represent the views or opinions of Gate. The content displayed on this page is for reference only and does not constitute any financial, investment, or legal advice. Gate does not guarantee the accuracy or completeness of the information and shall not be liable for any losses arising from the use of this information. Virtual asset investments carry high risks and are subject to significant price volatility. You may lose all of your invested principal. Please fully understand the relevant risks and make prudent decisions based on your own financial situation and risk tolerance. For details, please refer to Disclaimer.
Kommentieren
0/400
Keine Kommentare