FBI klagt drei Personen an, die AI-Chips nach China geschmuggelt haben: 1,7 Milliarden US-Dollar Nvidia GPUs über Thailand umgeleitet, zwei amerikanische Staatsbürger verwickelt

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FBI kündigte am 25. März an, dass das US-Justizministerium Anklage gegen eine groß angelegte Schmuggelaktion von KI-Chips erhoben hat. Laut Erklärung des Justizministeriums wurden der chinesische Staatsbürger Stanley Yi Zheng und zwei US-Bürger, Matthew Kelly und Tommy Shad English, des Verschwörens zum Schmuggel und Verstoßes gegen Exportkontrollgesetze beschuldigt. Sie sollen versucht haben, kontrollierte KI-Chips im Wert von mehreren Millionen Dollar illegal über Thailand nach China zu exportieren.

750 Server, 170 Millionen Dollar, 600 kontrollierte Chips

Laut Gerichtsunterlagen begann der Fall im Mai 2023, als die drei Angeklagten gemeinsam bei einem kalifornischen Computerhardware-Unternehmen (Company-1) Server bestellten und im Namen eines thailändischen Unternehmens aufgaben, wobei das eigentliche Ziel China war.

Im Oktober 2023 bestellte English im Namen eines thailändischen Unternehmens 750 Server im Wert von etwa 170 Millionen Dollar bei Company-1. Davon waren 600 Server mit Chips ausgestattet, die auf der US-Handelskontrollliste stehen und für den Export nach China eine spezielle Genehmigung erfordern. Bei der Bestellung unterzeichnete English eine „Advanced Computing Certification“ und erklärte, dass die Server nicht für China bestimmt seien.

Im Januar 2024 zahlte English bereits über 20 Millionen Dollar im Voraus. Während der Compliance-Prüfung stellte der Lieferant jedoch fest, dass Zhengs Firma in China registriert war und keine thailändischen Mitarbeiter auf der Empfängerliste der Bestellung standen – was den Lieferanten alarmierte und letztlich den Plan aufdeckte.

Thailand ist ein üblicher Transitknotenpunkt, so das FBI

Roman Rozhavsky, stellvertretender Leiter der Abteilung für Gegenspionage und Geheimdienste beim FBI, sagte: „Mit der Beschleunigung des Wettbewerbs um die Vorherrschaft im KI-Bereich durch ausländische Akteure sehen wir, dass sie immer mutigere Methoden anwenden, um US-Technologie illegal zu beschaffen.“

Analysten weisen darauf hin, dass die Nutzung Thailands als Transitpunkt eine gängige Praxis bei solchen Fällen ist. Dies zeige, dass es sich nicht um isolierte Einzelfälle handele, sondern um ein systematisches Umgehungsschema bei Exportkontrollverstößen, das immer wieder in mehreren Fällen auftauche.

Chips-Exportkontrolle wird zum Frontabschnitt im Tech-Krieg zwischen den USA und China

Der Fall steht im Kontrast zu einem anderen Ereignis derselben Woche: Der Gründer des chinesischen KI-Startups Manus wurde ebenfalls von chinesischen Behörden an der Ausreise gehindert, während die Überprüfung des Meta-Übernahmeangebots läuft. Beide Fälle zeigen, dass die Grenzen für den Austausch von KI-Technologie verschärft werden, allerdings in entgegengesetzten Richtungen.

Nvidia-GPUs sind zu einer zentralen Infrastruktur für moderne KI-Entwicklung und militärische Anwendungen geworden. Das Ziel der US-Exportkontrollen ist es, Chinas Aufholprozess bei KI zu verlangsamen. Der Fall zeigt jedoch, dass immer wieder versucht wird, die Grenzen durch Grauzonen zu umgehen, sobald sie gezogen werden.

Dieser Artikel über die Anklage des FBI gegen drei Personen wegen Schmuggels von KI-Chips nach China: 170 Millionen Dollar Nvidia-GPUs über Thailand umgeleitet, zwei US-Bürger beteiligt, erschien zuerst bei Chain News ABMedia.

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