CFTC klärt Regeln für Krypto-Margin: BTC, ETH Kapitalabzugsquote 20%, Zulassung für Derivatemarkt

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CFTC Marktteilnehmer- und Clearing-Risiko-Abteilungen veröffentlichen gemeinsam FAQ, um die im Dezember getestete Planungsmitteilung zu klären. Es wird klar festgelegt, dass die Kapitalabzugsrate für Bitcoin und Ethereum bei 20% liegt, für Stablecoins bei 2%. Dies bietet konkrete Anweisungen für institutionelle Nutzer, Krypto-Assets als Margin in Derivaten zu verwenden.
(Vorgeschichte: Die US SEC und CFTC veröffentlichen eine gemeinsame Erklärung zur „Koordinierung der Regulierung“: Untersuchung von Prognosemarkt-Schwellen und Einführung von Perpetual Contracts)
(Hintergrund: Der Vorsitzende der US CFTC kündigt „Neuen Fahrplan für Krypto-Regulierung“ an: Gemeinsame Initiative mit SEC „Project Crypto“, klare Vorgaben für DeFi und Prognosemärkte)

Inhaltsverzeichnis

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  • Erste drei Monate des Tests: Begrenzung auf drei Kryptowährungen, wöchentliche Meldungen
  • Nach drei Monaten: Erweiterung der Kryptowährungen, Lockerung der Meldepflichten
  • Drei bedeutende Vorteile der Verwendung von Kryptowährungen als Margin

Die US Commodity Futures Trading Commission (CFTC), Abteilung für Marktteilnehmer und Clearing-Risiko, hat diese Woche frühzeitig eine FAQ veröffentlicht, um häufige Fragen zum im Dezember letzten Jahres gestarteten Pilotprogramm zu klären.

Der Kern dieses Pilotprogramms ist die Erlaubnis, Kryptowährungen als Margin in Derivatemärkten zu verwenden. Das bedeutet, dass institutionelle Investoren künftig legal Bitcoin, Ethereum und andere Assets als Sicherheiten für Futures-Kontrakte nutzen können.

Die FAQ gibt eine klare Zahl für die wichtigste Frage: die Kapitalabzugsrate (Capital Charge) ist auf 20% für Bitcoin und Ethereum festgelegt, für Zahlungsstabile Coins nur 2%. Das bedeutet, dass die Institute entsprechende Kapitalreserven vorhalten müssen, um Preisvolatilitätsrisiken zu decken.

Die CFTC erklärt außerdem, dass dieses Kapitalabzugsmodell nach Abstimmung mit der SEC festgelegt wurde und die beiden Aufsichtsbehörden auf dem Weg zu einer koordinierten Krypto-Regulierung sind.

Erste drei Monate des Tests: Begrenzung auf drei Kryptowährungen, wöchentliche Meldungen

In den ersten drei Monaten des Pilotprogramms gelten strengere Übergangsregeln. Während dieser Zeit dürfen Futures-Broker (FCMs) nur Bitcoin, Ethereum und Stablecoins als Margin akzeptieren. Eine Erweiterung auf weitere Kryptowährungen erfolgt vorerst nicht.

Zudem müssen FCMs vor der Annahme von Krypto-Margin eine Mitteilung an die CFTC schicken, in der Startzeitpunkt und Details der Einführung erläutert werden.

Während des Testzeitraums sind die FCMs verpflichtet, wöchentlich die Gesamtmenge der gehaltenen Kryptowährungen an die CFTC zu melden. Bei Sicherheitsvorfällen müssen sie die Behörden sofort informieren. Ziel ist es, die Aufsicht vor der offiziellen Marktöffnung kontinuierlich über das Risiko-Exposure zu informieren.

Nach drei Monaten: Erweiterung der Kryptowährungen, Lockerung der Meldepflichten

Nach Ablauf der dreimonatigen Beobachtungsphase werden die Regeln deutlich gelockert. FCMs können dann mehr Kryptowährungen als Margin akzeptieren, nicht mehr nur die ursprünglichen drei. Die wöchentlichen Meldepflichten werden aufgehoben, und die Regulierung kehrt zum normalen Rhythmus zurück.

Für die Clearingstellen (DCO) wird erklärt, dass sie Kryptowährungen, die den CFTC-Standards für Kredit-, Markt- und Liquiditätsrisiken entsprechen, als Initial Margin akzeptieren können. Das eröffnet den regulierten Clearingstellen größere Flexibilität.

Drei bedeutende Vorteile der Verwendung von Kryptowährungen als Margin

Erstens: Effizienz im Kapital. Der Krypto-Markt läuft 24/7, Banken hingegen nicht. Wenn Bitcoin am Wochenende stark fällt, können Institute nur auf Montag warten, um USD für Margin nachzuschießen – ein systemisches Risiko. Die direkte Nutzung von BTC oder USDC als Margin synchronisiert die Zeitschienen.

Zweitens: Geografischer Wettbewerb bei der Preisgestaltung. Die Handelsvolumina bei Krypto-Derivaten fließen seit Jahren ins Ausland ab, weil die US-Regulierung zu starr ist. Die Pilotmaßnahme signalisiert: Wenn die USA die Regeln nicht an den Markt anpassen, wird Liquidität abwandern und die Preisfindung ins Ausland verlagert.

Drittens: Vorbereitung auf größere Veränderungen. Wenn BTC und Stablecoins als Sicherheiten akzeptiert werden, könnten tokenisierte Staatsanleihen oder Aktien folgen. Ein Erfolg dieser Tests würde den Weg für die Integration tokenisierter Assets in das traditionelle Clearing ebnen. Das ist die langfristig tiefgreifendste Auswirkung: Die Infrastruktur des traditionellen Finanzsystems beginnt, On-Chain-Assets zu akzeptieren.

Kurz gesagt: Das ist mehr als nur eine „freundliche Haltung“ der CFTC gegenüber Krypto. Es markiert den Beginn der offiziellen Integration der Blockchain-Assets in das Vertrauenssystem der US-Finanzinfrastruktur, wobei das Sicherheiten-System die Grundpfeiler bildet.

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