Halbinsel-TV berichtet, dass Iran derzeit für Schiffe, die den Hormuzstraße passieren, eine Überprüfung und Gebührenpflicht eingeführt hat, wobei mindestens 2 Millionen US-Dollar Sicherheitsgebühr zu zahlen sind. Das automatische Identifikationssystem (AIS) zeigt, dass derzeit noch 2.928 Schiffe auf die Durchfahrt durch die Hormuzstraße warten. Wenn alle diese Schiffe die Gebühr bezahlen, beläuft sich die Gesamtsumme auf bis zu 585,6 Milliarden US-Dollar.
Über 3000 Schiffe warten auf die Durchfahrt durch die Hormuzstraße
Iran, unter der Führung seiner Islamischen Revolutionsgarde (IRGC), baut ein System zur Überprüfung und Registrierung von Transit-Schiffen auf. Zukünftig dürfen nur genehmigte Schiffe durch die sogenannte „sichere Route“ passieren. Laut Daten von Jinshi Data warten derzeit 2.928 Schiffe auf die Passage durch die Hormuzstraße, was zu einer seltenen maritime Stauung führt. Die strategische Engstelle, die das globale Energieversorgungssystem stark beeinflusst, wird dadurch zunehmend belastet.
Snapshot der Schiffe in der Hormuzstraße, Quelle: Jinshi Data
Berichte weisen darauf hin, dass die Schiffe derzeit noch einzeln genehmigt werden, doch Iran beschleunigt den Aufbau eines systematischen Prozesses. Zukünftig müssen Schiffe vor der Passage vollständige Informationen bei der Revolutionsgarde einreichen, einschließlich Eigentumsstruktur und Endziel der Ladung, und diese Informationen über mit Iran verbundene Personen außerhalb des Landes übermitteln. Indien, Pakistan, Irak, Malaysia und China haben bereits direkte Verhandlungen mit Teheran aufgenommen, um sicherzustellen, dass ihre Schiffe unter den neuen Regeln weiterhin passieren können.
Öltanker zahlen 2 Millionen US-Dollar für Durchfahrt durch die Hormuzstraße
Seit Ausbruch der Konflikte ist das Verkehrsaufkommen durch die Hormuzstraße um etwa 95 % eingebrochen. Diese Wasserstraße verbindet den Persischen Golf mit dem Oman-Golf und trägt etwa ein Drittel des weltweiten Öltransports, 20 % des verflüssigten Erdgases (LNG) und 60 % des Methans. Schiffsverkehrsdaten zeigen, dass während der Blockade nur wenige Schiffe erfolgreich durchkommen, hauptsächlich Schiffe mit pakistanischer, indischer oder chinesischer Flagge. Mit zunehmendem Risiko von Angriffen ist die Zahl der Durchfahrten in letzter Zeit weiter gesunken, etwa drei Schiffe pro Tag passieren die Straße.
Halbinsel-TV berichtet, dass einige Schiffe begonnen haben, das automatische Identifikationssystem (AIS) abzuschalten oder aktiv bei iranischen Behörden anzugeben, dass sie „chinesischer Herkunft“ sind, um das Risiko eines Angriffs zu verringern. Öltanker zahlen bis zu 2 Millionen US-Dollar, um die Durchfahrt zu ermöglichen.
Dieser Artikel „Iran macht die Hormuzstraße zu einer kostenpflichtigen Passage! Einwegkosten bis zu 2 Millionen US-Dollar, über 3000 Schiffe warten auf die Durchfahrt“ erschien zuerst bei Chain News ABMedia.