
Meta hat weniger als 24 Stunden nach der Ankündigung, Horizon Worlds von Quest VR-Headsets zu entfernen, die Entscheidung zurückgenommen. Chief Technology Officer Andrew Bosworth bestätigte diese Änderung in einer Instagram-Story und verwies auf das Feedback der Nutzer. Demnach werden bestehende VR-Spiele in absehbarer Zukunft weiterhin zugänglich sein, es werden jedoch keine neuen Spiele für die Plattform entwickelt.
Ursprünglich war geplant, Horizon Worlds bis zum 15. Juni 2026 von Quest-Geräten zu entfernen, wobei nur die im Jahr 2023 eingeführte eigenständige App-Version bestehen bleiben sollte. Nach der Ankündigung reagierten die Nutzer heftig, woraufhin Bosworth die Entscheidung auf Social Media direkt revidierte.
Laut aktualisierter Position wird die mit der Horizon Unity Engine erstellte Welt weiterhin in VR spielbar sein, allerdings ohne neue Inhalte. Bosworth sagte: „Der Großteil unserer Ressourcen fließt in den Mobile-Bereich und die Meta Horizon Engine dort.“ Dies zeigt klar, dass Metas tatsächliche Priorität die Umkehr ist — die Investitionen sind bereits in eine andere Richtung gelenkt.
Der 24-Stunden-Kurswechsel steht vor dem Hintergrund der anhaltend schlechten Finanzlage von Metas Metaverse-Geschäft:
Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Entscheidung, Horizon Worlds zu erhalten, weniger strategischer Neustart ist, sondern vielmehr eine Übergangsphase im Zuge des umfassenden AI-Fokus — um die Kosten zu minimieren und öffentlichen Widerstand zu vermeiden.
Meta plant für 2026 Investitionen in Höhe von 115 bis 135 Milliarden US-Dollar, überwiegend in KI-Infrastruktur. 2021 wurde das Unternehmen umbenannt, mit dem Ziel, das „Metaverse“ als Kernvision zu verfolgen. Heute wird diese Definition stillschweigend neu geschrieben.
Das Metaverse existiert technisch weiterhin, doch Kapital, Talente und Managementaufmerksamkeit sind massiv in KI verschoben worden. Die teilweise Rücknahme bei Horizon Worlds ändert diese Entwicklung nicht — sie markiert vielmehr das Ende eines fast 80-Milliarden-Dollar-Visionärs, das in eine Schrumpfphase eintritt, nicht in eine Fortsetzungsphase.
Meta-CTO Andrew Bosworth erklärte in einer Instagram-Story, dass das Unternehmen nach starkem Nutzerfeedback die Entscheidung revidiert habe. Laut der aktualisierten Position bleiben bestehende VR-Spiele zugänglich, es werden jedoch keine neuen Inhalte entwickelt. Der Fokus auf mobile Plattformen bleibt bestehen.
Seit Ende 2020 hat Meta’s Reality Labs fast 80 Milliarden US-Dollar verloren. 2025 betrug der Jahresverlust 19,2 Milliarden US-Dollar, der Jahresumsatz liegt bei nur etwa 2,2 Milliarden US-Dollar. Die monatlich aktiven Nutzer von Horizon Worlds lagen nie über einigen Hunderttausend, deutlich weniger als bei vergleichbaren Plattformen wie Roblox mit über 100 Millionen.
Meta hat den Investitionsfokus stark auf KI verschoben. Für 2026 sind Ausgaben von 115 bis 135 Milliarden US-Dollar geplant, überwiegend für KI-Infrastruktur. Im Januar 2026 wurden rund 1.000 Stellen abgebaut und mehrere VR-Studios geschlossen, was auf eine langfristige Schrumpfung des Metaverse-Geschäfts hindeutet.