Britische Gesetzgeber drängen auf Verbot von Krypto-Spenden angesichts wachsender Wahsicherheitsbedenken

Senior britische Gesetzgeber fordern sofortigen Stopp von Kryptowährungs-Politikspenden und berufen sich auf nationale Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit ausländischer Einflussnahme und undurchsichtigen Finanzflüssen.

Großbritannien bewegt sich in Richtung strengere Regeln für die Finanzierung von Wahlkampagnen mit Kryptowährungen

Der Vorstoß kommt vom Gemeinsamen Ausschuss für die Nationale Sicherheitsstrategie (JCNSS) des Parlaments, der argumentiert, dass digitale Vermögenswerte Schwachstellen einführen, die traditionelle Finanzregeln (TradFi) nur schwer überwachen können.

In einem Schreiben vom 23. Februar forderte der Vorsitzende des JCNSS, Matt Western, die Regierung auf, eine vorübergehende Aussetzung zu verhängen, bis klarere Schutzmaßnahmen vorhanden sind. Die Empfehlung gewann in dem Bericht des Ausschusses vom 18. März weiter an Gewicht, in dem Krypto-Spenden als ein „inakzeptabel hohes Risiko“ für die Integrität der politischen Finanzierung beschrieben werden.

Im Zentrum der Bedenken steht die Fähigkeit von Kryptowährungen, sich schnell über Grenzen hinweg zu bewegen und dabei die Herkunft zu verschleiern. Gesetzgeber warnen, dass Werkzeuge wie Mixer, Chain-Hopping und Mikro-Spenden die wahre Quelle der Gelder verschleiern können, was die Gefahr birgt, dass ausländisches Geld unbemerkt in die britische Politik fließt.

Der Bericht des Ausschusses spart nicht mit deutlichen Worten. Er fordert, eine bindende Aussetzung in den Wahlrechtsentwurf aufzunehmen, die in Kraft bleibt, bis die Wahlkommission verbindliche Leitlinien festgelegt hat.

Western’s früheres Schreiben skizzierte Zwischenmaßnahmen, falls Spenden weiter erfolgen. Dazu gehören die Verpflichtung, politische Parteien nur bei Finanzdienstleistern zu registrierten Anbietern der Financial Conduct Authority (FCA) zu machen, die Nutzung anonymer Werkzeuge zu verbieten und Kryptowährungen innerhalb von 48 Stunden in Pfund umzuwandeln.

Die Wahlkommission erlaubt derzeit Kryptowährungsspenden und behandelt sie als nicht-monetäre Vermögenswerte. Sie hat jedoch „besondere Herausforderungen“ bei der Überprüfung der Legitimität der Spender anerkannt und die Parteien ermutigt, vorsichtig zu sein, insbesondere bei Technologien zum Schutz der Privatsphäre.

Trotz zunehmenden Drucks hat die Regierung bisher keine sofortigen Maßnahmen ergriffen. In einer im März veröffentlichten Antwort verwies Staatssekretär Steve Reed auf laufende Überprüfungen, einschließlich der Rycroft-Studie, als den bevorzugten Weg zur Reform.

Dieser Abwartende-Ansatz hat nicht alle in Westminster überzeugt. Einige Gesetzgeber argumentieren, dass eine Verzögerung den Missbrauch erleichtert, insbesondere da die geopolitischen Spannungen weiterhin hoch sind.

Die Debatte wurde auch durch die Untersuchung von Krypto-Spenden im Zusammenhang mit politischen Gruppen wie Reform UK befeuert. Obwohl keine Unregelmäßigkeiten bestätigt wurden, hat die Kontroverse die Bedenken hinsichtlich Transparenz und Aufsicht verschärft.

Über das Vereinigte Königreich hinaus schauen Gesetzgeber ins Ausland. Irland verbietet Kryptowährungsspenden effektiv, während einige US-Bundesstaaten und Brasilien strenge Grenzen gesetzt haben, was das Argument untermauert, dass strengere Kontrollen keine Neuerung sind.

Kritiker eines Verbots, darunter einige Branchenvertreter, argumentieren, dass Regulierung – nicht Verbot – die klügere Entscheidung ist. Sie behaupten, dass die Untergrundaktivitäten von Kryptowährungen die Nachverfolgung noch erschweren könnten.

Derzeit liegt die Entscheidung eindeutig beim Parlament, wobei mögliche Änderungen am Wahlrechtsgesetz die nächste Phase der Debatte prägen könnten.

FAQ 🇬🇧

  • Sind Kryptowährungsspenden in Großbritannien legal? Ja, sie sind derzeit erlaubt, werden aber als nicht-monetäre Vermögenswerte behandelt und unterliegen Spenderprüfungen.
  • Warum fordern Gesetzgeber ein Verbot? Sie verweisen auf Risiken durch ausländische Einflussnahme und die Schwierigkeit, die Herkunft der Gelder zu verifizieren.
  • Hat die britische Regierung eine Aussetzung genehmigt? Nein, die Regierung hat bis März 2026 kein Verbot umgesetzt.
  • Was könnte sich als Nächstes ändern? Änderungen am Wahlrechtsgesetz könnten strengere Regeln oder ein vorübergehendes Verbot einführen.
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