Im Krypto-Bereich, wenn jemand plötzlich Millionen von Dollar verliert, ist dies meist auf Hackerangriffe oder ausgenutzte Sicherheitslücken zurückzuführen. Doch heute (13.) morgens ereignete sich ein schockierender Vorfall: Ein „Wale“-Investor autorisierte eine Transaktion, obwohl das System eine Warnung vor unvorsichtigen Handlungen ausgegeben hatte. Dies führte zu extremen Slippage und einem sofortigen Verlust von 50 Millionen US-Dollar. Liquiditätsknappheit als Ursache Blockchain-Daten zeigen, dass dieser Wal versuchte, über die Aave-Oberfläche 50,43 Millionen US-Dollar in aEthUSDT in aEthAAVE umzutauschen. Das Problem war, dass der Liquiditätspool aufgrund extremer Engpässe nur eine Transaktion mit über 99 % Slippage zuließ. Nach Abschluss der Transaktion erhielt der Nutzer nur noch etwa 327 aEthAAVE-Token, im Wert von nur noch 36.000 US-Dollar. Die Differenz von 50 Millionen US-Dollar wurde sofort von Arbitrageuren und Netzwerk-Intermediären (wie MEV-Robotern) abgegriffen. Tatsächlich sind solche Verluste durch Slippage im DeFi-Bereich keine Seltenheit. Wenn Händler versuchen, große Orders in liquiden Schwachstellen zu platzieren, kommt es häufig zu starken Preisverzerrungen. Automatisierte Arbitrage-Systeme greifen dann schnell ein, um die Preisunterschiede zu nutzen und Gewinne zu erzielen. Aave-Gründer: Systemwarnung vor Slippage wurde frühzeitig ausgegeben Stani Kulechov, Gründer und CEO von Aave Labs, erklärte auf der Plattform X den Ablauf des Vorfalls:
Heute früh versuchte ein Nutzer, mit 50 Millionen USDT über die Aave-Oberfläche AAVE-Token zu kaufen. Aufgrund der außergewöhnlich großen Order warnte die Aave-Oberfläche, wie die meisten Handelsplattformen, den Nutzer vor „extremer Slippage“ und forderte eine Bestätigung durch Ankreuzen eines Kontrollkästchens.
Earlier today, a user attempted to buy AAVE using $50M USDT through the Aave interface.
Given the unusually large size of the single order, the Aave interface, like most trading interfaces, warned the user about extraordinary slippage and required confirmation via a checkbox.…
— Stani.eth (@StaniKulechov) 12. März 2026
Leider bestätigte der Nutzer die Warnung und führte die Transaktion durch, akzeptierte die hohe Slippage und erhielt schließlich nur 324 AAVE-Token.
CoW Swap: Keine Sicherheitslücke oder böswillige Absicht entdeckt Das eng mit Aave integrierte CoW Swap veröffentlichte ebenfalls eine Erklärung und betonte: „Nach aktuellem Kenntnisstand ist dieses Ereignis kein Sicherheitsproblem oder Angriff. Die Transaktion wurde vollständig gemäß den vom Nutzer signierten Parametern ausgeführt.“ CoW Swap fügte hinzu: „Bei so großen Umtauschtransaktionen zeigt unsere Oberfläche stets eine klare Warnung vor „Preisschocks“. Das Team arbeitet weiterhin an der Klärung der Details und wird bei neuen Erkenntnissen öffentlich informieren.“