Das Bericht der Gujarat National Law University hebt das Fehlen eines speziellen Krypto-Gesetzes trotz Besteuerungs- und AML-Regeln in Indien hervor.
Die Studie schlägt fünf Regulierungsmodelle vor, darunter Aufsicht durch SEBI, Kontrolle durch die RBI, ein Multi-Regulator-System oder eine neue Behörde.
Fast 12 Crore Inder nutzen Krypto, was den Druck auf die politischen Entscheidungsträger erhöht, einen klaren rechtlichen Rahmen zu schaffen.
Indien könnte nach der Veröffentlichung eines politischen Berichts der Gujarat National Law University in Neu-Delhi näher an eine formelle Krypto-Regulierung rücken. Die Studie, die am Dienstag mit ehemaligen Richtern des Obersten Gerichtshofs und Rechtsexperten vorgestellt wurde, bewertet regulatorische Optionen für digitale Vermögenswerte. Forscher argumentieren, dass Indien die Regeln klären muss, da Millionen bereits ohne einen umfassenden rechtlichen Rahmen mit Krypto interagieren.
Die Gujarat National Law University erstellte den Bericht mit dem Titel „Crypto-Assets in Indien: Bewertung der Regulierungsnotwendigkeit“. Die Universität arbeitete bei dem Forschungsprojekt mit der Society of Indian Law Firms zusammen.
Die Veranstaltung wurde im The Lalit Hotel in Neu-Delhi eröffnet. Ehemalige Richter des Obersten Gerichtshofs Indiens und des Gujarat High Court nahmen teil. Der Bericht untersucht, wie verschiedene Länder Krypto-Assets regulieren. Forscher studierten globale politische Ansätze und verglichen sie mit Indiens aktuellem Rahmen.
Indien hat in den letzten Jahren mehrere Maßnahmen eingeführt. Dazu gehören Besteuerung virtueller digitaler Vermögenswerte und Anti-Geldwäsche-Regeln für Krypto-Unternehmen. Der Bericht stellt jedoch fest, dass Indien noch immer kein spezielles Gesetz für digitale Vermögenswerte hat. Daher sind Marktteilnehmer unsicher bezüglich der regulatorischen Erwartungen.
Die Studie skizziert fünf Regulierungsmodelle, die indische Behörden bei der Gestaltung eines nationalen Rahmens in Betracht ziehen könnten. Eine Option wäre die Aufsicht durch die Securities and Exchange Board of India. Ein anderes Modell sieht eine Regulierung durch die Reserve Bank of India vor.
Der Bericht diskutiert auch einen Multi-Regulator-Ansatz, bei dem die Koordination zwischen Finanzbehörden im Vordergrund steht. Zusätzlich könnten politische Entscheidungsträger eine neue, spezielle Regulierungsbehörde für den Sektor schaffen. Schließlich wird eine temporäre Selbstregulierung unter staatlicher Aufsicht untersucht. Forscher sagten, solche Modelle seien in anderen Jurisdiktionen zu finden, während die Regeln entwickelt werden.
Prof. S. Shanthakumar, Direktor der Gujarat National Law University, sagte, das Projekt sei ursprünglich als Unterrichtsdiskussion begonnen worden. Es habe sich jedoch zu einer nationalen Forschungsinitiative ausgeweitet. Er bemerkte, dass fast 12 Crore Inder bereits mit Krypto-Assets interagieren. Diese Beteiligung besteht trotz des Fehlens eines vollständigen regulatorischen Rahmens.
Die Universität organisierte Konsultationen in Bengaluru, Mumbai und Delhi. Entwickler, Börsen, Regulierungsbehörden und Rechtsexperten nahmen an diesen Diskussionen teil. Justice Hima Kohli sagte, dass Technologie oft schneller voranschreitet als die Gesetzgebung. Justice M. R. Shah wies ebenfalls darauf hin, dass die Besteuerung nur ein erster Schritt in Richtung einer breiteren Aufsicht sei.