Die Banking Policy Institute, bestehend aus vierzig großen Banken wie JPMorgan, Goldman Sachs und Citigroup, plant, die US-Office of the Comptroller of the Currency (OCC) wegen der erheblichen Lockerung der Anforderungen für nationale Trust-Bank-Lizenzen zu verklagen.
(Der Hintergrund: Die US-OCC hat grünes Licht gegeben! Fünf große Krypto-Unternehmen wie Ripple, BitGo und Circle erhielten „bedingte Genehmigung“ für Trust-Bank-Lizenzen.)
(Weitere Hintergrundinformationen: Meilenstein in der Geschichte! Die Börse Kraken kündigte die Gründung einer „US-Bank“ an und erhielt die weltweit erste SPDI-Lizenz.)
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Die US-Finanzaufsicht könnte eine seltene positive Konfliktsituation erleben. Das Banking Policy Institute (BPI), das etwa vierzig große Institutionen wie JPMorgan, Goldman Sachs und Citigroup vertritt, erwägt, Klage einzureichen, mit dem Ziel, die Entscheidung der OCC, die Anforderungen für nationale Trust-Bank-Lizenzen deutlich zu lockern, anzufechten.
Wenn die Klage Erfolg hat, wird sie die traditionelle Bankenwelt und die von der Trump-Regierung geförderte kryptofreundliche Linie vor Gericht bringen.
Laut einem Bericht der „Guardian“ vom 9. Tag hat das Rechtsteam des BPI die Vorbereitungen abgeschlossen. Die Bankenvertreter sind der Ansicht, dass die OCC durch die schnelle Erteilung von Lizenzen es Krypto-Unternehmen ermöglicht, landesweit zu operieren, ohne die traditionellen Kapitalanforderungen, Einlagensicherung und Liquiditätsvorschriften erfüllen zu müssen.
Im Vergleich zu den langfristigen Compliance-Kosten der Banken besteht ein deutlicher Unterschied zwischen den beiden Systemen, was direkte Auswirkungen auf Preisgestaltung und Risikomanagement-Standards hat. Die Wall Street sieht darin einen „ungleichen Wettbewerb“.
Der Auslöser ist die neue Politik des OCC-Chefs Jonathan Gould, der nach seinem Amtsantritt die Antragsschwelle gesenkt hat. Unternehmen wie Circle und Ripple haben bereits Anträge eingereicht, auch Zahlungsdienstleister stehen in der Warteschlange.
Nach Erhalt der Lizenz können die Unternehmen die Antragstellung pro Bundesstaat umgehen und schnell grenzüberschreitend operieren. Die Banken argumentieren, dass diese „staatenübergreifende regulatorische Arbitrage“ die Sicherheitsgrenzen des ursprünglichen Bundesbankengesetzes verwischt und systemische Risiken birgt.
Weiterführende Lektüre: US-OCC gibt grünes Licht! Ripple, BitGo, Circle und fünf weitere Krypto-Giganten erhalten „bedingte Genehmigung“ für Trust-Bank-Lizenzen
Nicht nur große Banken kritisieren die Politik. Die Conference of State Bank Supervisors (CSBS), die die bundesstaatlichen Aufsichtsbehörden vertritt, hat offiziell an die OCC geschrieben und behauptet, die Politik untergrabe den lang etablierten Verbraucherschutzrahmen.
Auch die Independent Community Bankers of America (ICBA) warnt, dass lokale Banken auf riskante Märkte gedrängt werden könnten. Diese gemeinsame Haltung schafft eine seltene Einigkeit zwischen großen und kleinen Institutionen.
Hinter der OCC-Politik steckt auch politische Sensibilität. Die Trump-Regierung unterstützt klar die Mainstream-Akzeptanz von Kryptowährungen, und die Family Trump hat im Januar dieses Jahres ebenfalls eine ähnliche Lizenz beantragt.
Es wird bezweifelt, ob die politischen Entscheidungen mit den Interessen der Familienunternehmen übereinstimmen, was den Druck im Kongress erhöht.
Wenn das BPI Klage einreicht, muss das Gericht prüfen, ob die OCC ihre Befugnisse überschritten hat und ob Interessenkonflikte vorliegen.
Derzeit hat die OCC auf die rechtliche Drohung des BPI noch nicht öffentlich reagiert. Marktbeobachter weisen darauf hin, dass bei Verzögerungen die bereits genehmigten oder bald genehmigten Krypto-Unternehmen ihre Geschäfte weiter vorantreiben können, was einen „Vorsprung beim Einstieg“ schafft.
Andernfalls könnten bei einer gerichtlichen Entscheidung, die die Überschreitung der Befugnisse der OCC feststellt, bereits erteilte Lizenzen widerrufen werden. Dies würde eine Neubewertung von Branchenübernahmen und Kapitalallokationen erforderlich machen.
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