Bloomberg berichtet, dass die US-Regierung ein neues Exportkontrollsystem für KI-Chips entwickelt. Zukünftig könnten globale Unternehmen, die hochentwickelte KI-Chips von Nvidia oder AMD kaufen möchten, zuvor eine Genehmigung der US-Regierung benötigen. Dies deutet darauf hin, dass Washington seine Kontrolle über die globale KI-Recheninfrastruktur ausbauen will. Nach Bekanntwerden der Nachrichten sanken die Marktstimmung und die Aktienkurse von Nvidia und AMD während des Handelstags um bis zu 1,9 % bis 2,3 %.
US-Entwurf für globale KI-Chip-Genehmigungssysteme: Washington wird zum „Torwächter der Rechenleistung“
Insider berichten, dass US-Beamte einen neuen Vorschlag ausgearbeitet haben, der verlangt, dass Unternehmen vor dem Export von KI-Beschleunigern in alle Welt die Genehmigung der US-Regierung einholen müssen. Wird dieses System eingeführt, könnten wichtige Hardware-Komponenten wie Nvidia- und AMD-GPUs künftig für den Export in jedes Land eine Genehmigung erfordern.
Derzeit beschränken sich US-Exportkontrollen auf etwa 40 Länder, doch der neue Vorschlag würde die Regulierung auf globaler Ebene ausweiten. Diese KI-Chips sind zentrale Hardware für den Aufbau großer KI-Modelle und Rechenzentren, die für Dienste wie OpenAI’s ChatGPT oder Google’s Gemini unerlässlich sind, die auf massiven GPU-Ressourcen in Rechenzentren angewiesen sind.
Je größer die Rechenleistung, desto strenger die Kontrolle: Große Rechenzentren könnten Verhandlungen auf Regierungsebene erfordern
Der Entwurf zeigt, dass die US-Regierung je nach Umfang der Rechenleistung unterschiedliche Prüfungsgrenzen setzen könnte. Bei kleineren Beschaffungsvorhaben, etwa 1.000 Nvidia GB300 GPUs, könnten die Prüfverfahren vereinfacht oder sogar Ausnahmen gewährt werden.
Für den Aufbau größerer KI-Rechenzentren müssten Unternehmen jedoch möglicherweise im Voraus eine Exportgenehmigung beantragen und zusätzliche Informationen offenlegen, etwa Geschäftsmodelle oder eine Regierungsprüfung durchlaufen. Bei extrem großen Deployments, etwa wenn ein Unternehmen in einem Land mehr als 200.000 GPUs installiert, könnten sogar Verhandlungen mit der Regierung des Landes und den USA erforderlich sein.
(黄仁勋传:Lianxu plant vor Lunar New Year Besuch in China, um Nvidia’s KI-Chips auf dem chinesischen Markt neu zu starten)
Der Entwurf befindet sich noch in der Diskussion, und die Regelungen könnten noch erheblich geändert oder sogar fallengelassen werden. Dennoch gilt der Vorschlag als eine bedeutende strategische Maßnahme der Trump-Administration im Bereich KI und Halbleiter.
US-Behörden wollen, dass die globale KI-Entwicklung auf US-Unternehmen fokussiert bleibt, anstatt auf chinesische Technologien zu setzen. Durch das Exportgenehmigungssystem kann die US-Regierung direkten Einfluss auf den Aufbau von KI-Datenzentren und Recheninfrastruktur in anderen Ländern nehmen.
(Anthropic (Claude) wirft DeepSeek und zwei weitere chinesische KI-Unternehmen vor, durch Destillation die Chipkontrollen zu umgehen)
Marktreaktion: Nvidia- und AMD-Aktien fallen während des Handelstags
Nach Bekanntwerden der Nachrichten reagierten die Märkte sofort. Nvidia’s Aktien fielen zeitweise um etwa 1,9 %, AMD’s um etwa 2,3 %, beide erreichten die Tagestiefststände. Nvidia erholte sich später, während AMD am Tag mit einem Rückgang von 1,3 % schloss. Investoren befürchten, dass zukünftige Exportbeschränkungen die Verkaufs- und Umsatzaussichten der Unternehmen beeinträchtigen und die Effizienz beim Aufbau globaler KI-Infrastrukturen verringern könnten.
Insider berichten jedoch, dass, falls die Genehmigungsprozesse der US-Regierung reibungslos verlaufen und die Beschränkungen nicht zu streng sind, die Auswirkungen auf globale KI-Investitionen und Rechenzentrumsprojekte begrenzt bleiben werden.
Dieser Artikel erschien zuerst bei ABMedia unter dem Titel „USA planen umfassende Kontrolle des KI-Chip-Exports: Nvidia und AMD könnten Genehmigungen beantragen müssen, Aktien reagieren mit Kursverlusten“.